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Konzernrechnung Arbonia Gruppe

Anhang zur Konzernrechnung

A Grundsätze zur Konzernrechnungslegung

1. Allgemeines

Die Arbonia Gruppe (Arbonia) ist ein fokussierter Gebäudezulieferer. Das Unternehmen ist in die zwei Divisionen HLK (Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik) und Türen gegliedert. Mit Produktionsstätten in der Schweiz, in Deutschland, Tschechien, Italien, Polen, Belgien, Russland und Serbien verfügt die Arbonia zusammen mit ihren bedeutenden Marken Kermi, Arbonia, Prolux, Koralle, Sabiana, Vasco, Brugman, Superia, RWD Schlatter, Prüm, Garant und Invado in den Heimmärkten Schweiz und Deutschland über eine starke Marktstellung. Das Schwergewicht des Ausbaus bestehender Märkte liegt vor allem in Zentral- und Osteuropa. Die Arbonia ist weltweit in über 70 Ländern aktiv.

Als Muttergesellschaft fungiert die Arbonia AG, eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts mit Sitz an der Amriswilerstrasse 50, CH-9320 Arbon TG. Die Arbonia AG ist an der SIX Swiss Exchange in Zürich unter der Valoren-Nummer 11024060 / ISIN CH0110240600 kotiert.

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde durch den Verwaltungsrat der Arbonia AG am 21.02.2023 freigegeben und bedarf der Genehmigung durch die Generalversammlung vom 21.04.2023. Die Veröffentlichung der konsolidierten Jahresrechnung erfolgte am 28.02.2023 anlässlich der Bilanz- und Medienkonferenz.

2. Rechnungslegungsstandards

Die Rechnungslegung der Arbonia erfolgt in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), herausgegeben durch das International Accounting Standards Board (IASB).

Die Erstellung eines in Übereinstimmung mit IFRS stehenden Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen. Des Weiteren erfordert die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Schätzungen und Annahmen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter Anmerkung 30 aufgeführt.

Änderungen von wesentlichen Rechnungslegungsstandards

Die für die Konzernrechnung angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit denjenigen der Konzernrechnung 2021 überein.

Die neuen oder geänderten Standards hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung der Arbonia.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete neue Rechnungslegungsstandards

Die veröffentlichten, aber erst nach dem Bilanzstichtag in Kraft tretenden neuen Standards und Interpretationen werden keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung der Arbonia haben.

Änderungen der Darstellung – Konsolidierte Erfolgsrechnung

Fremdleistungen für Montagearbeiten, welche bis anhin hauptsächlich für den Bereich Holzlösungen der Division Türen in der Position «Personalaufwand» gezeigt wurden, werden neu in der Position «Übriger Betriebsaufwand» ausgewiesen. Nach Ansicht von Arbonia widerspiegelt die angepasste Darstellung die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle angemessener. Die Vergleichszahlen für 2021 mit einem Effekt von CHF 13.8 Mio. wurden entsprechend angepasst.

3. Konsolidierungskreis

Die konsolidierte Jahresrechnung basiert auf den Einzelabschlüssen der Arbonia AG und aller Gruppengesellschaften jeweils per 31. Dezember. Eine Gesellschaft wird ab dem Datum in die Konsolidierung miteinbezogen, an dem die Kontrolle über die Gesellschaft (in der Regel bei einem Konzernanteil von mehr als 50% der Stimmrechte) an die Arbonia übergeht. Eine Gruppengesellschaft scheidet ab dem Datum aus dem Konsolidierungskreis aus, an dem die Kontrolle über die Gesellschaft nicht mehr besteht.

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, die Arbonia massgeblich beeinflusst, aber nicht kontrolliert, werden bei der Erstbewertung zu Anschaffungskosten erfasst. Diese setzen sich aus dem anteiligen Nettovermögenswert und einem allfälligen Goodwill zusammen. Die Folgebewertung richtet sich nach der Equity-Methode. Ein massgeblicher Einfluss liegt in der Regel bei einem Stimmenanteil von zwischen 20 und 50% vor.

Folgende wesentlichen Änderungen haben sich im Konsolidierungskreis ergeben:

In der Berichtsperiode 2022

  • Per 16.07.2022 hat die Arbonia 100% der Joro Türen GmbH, DE-Renchen, übernommen (siehe Anmerkung 41).
  • Per 05.12.2022 hat die Arbonia 100% der Cirelius S.A., PT-Avintes übernommen (siehe Anmerkung 41).

In der Vergleichsperiode 2021

  • Per 30.03.2021 hat die Arbonia 100% der CICSA Industriales del Calor S.L., ES-Coslada (Madrid), übernommen (siehe Anmerkung 41).
  • Per 22.07.2021 hat die Arbonia 100% der Termovent Komerc d.o.o., RS-Belgrad übernommen (siehe Anmerkung 41).
  • Per 31.08.2021 hat die Arbonia 100% der Glasverarbeitungsgesellschaft Deggendorf mbH (GVG), DE-Deggendorf übernommen (siehe Anmerkung 41).
  • Per 31.08.2021 hat die Arbonia die Division Fenster verkauft (siehe Anmerkung 36).

Die Übersicht über die wesentlichen Konzerngesellschaften ist unter Anmerkung 60 aufgeführt.

4. Vollkonsolidierung

Nach der Methode der Vollkonsolidierung werden Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag zu 100% erfasst. Verbindlichkeiten, Guthaben, Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Auf konzerninternen Transaktionen erzielte Zwischengewinne, die am Jahresende in den Aktiven enthalten sind, werden ebenfalls eliminiert.

Bei jedem Unternehmenserwerb werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum Fair Value oder anteiligen erworbenen Nettovermögenswert des erworbenen Unternehmens bewertet. Nicht beherrschende Anteile werden, sofern keine Kaufverpflichtungen bestehen, in der Bilanz als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen, und das auf die nicht beherrschenden Anteile entfallende Ergebnis wird in der Erfolgsrechnung und Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil des Ergebnisses in der Berichtsperiode ausgewiesen.

5. Kapitalkonsolidierung

Unternehmungen werden vom Zeitpunkt der Kontrollübernahme an konsolidiert (Control-Prinzip). Dabei werden die erkennbaren Aktiven, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten neu bewertet und gemäss der Erwerbsmethode integriert. Die positive Differenz zwischen Kaufpreis abzüglich des erworbenen Nettovermögenswerts des akquirierten Unternehmens einschliesslich der Eventualverbindlichkeiten wird als Goodwill aktiviert. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die von künftigen Ereignissen abhängig sind, werden zum Fair Value bewertet und sind im Kaufpreis enthalten. Nachträgliche Änderungen des Fair Values einer bedingten Kaufpreiszahlung werden erfolgswirksam erfasst, sofern es sich nicht um ein Eigenkapitalinstrument handelt. Direkt zurechenbare Akquisitionskosten werden als Aufwand erfasst.

Bei sukzessiven Akquisitionen wird der am erworbenen Unternehmen bereits gehaltene Eigenkapitalanteil zum Fair Value am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt. Gewinne oder Verluste aus einer solchen Neubewertung werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ein aus einer Akquisition resultierender negativer Goodwill wird zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam über die Erfolgsrechnung gebucht.

Beim Verkauf von Konzerngesellschaften werden diese auf den Zeitpunkt hin dekonsolidiert, an dem die Kontrolle endet. Die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Nettovermögenswert wird als betrieblicher Erfolg in der Konzernerfolgsrechnung ausgewiesen.

B Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

6. Bewertungsrichtlinien

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung angewendet wurden, sind in den Anmerkungen 7 bis 29 dargestellt.

Die konsolidierte Jahresrechnung basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellten Jahresrechnungen der Gruppengesellschaften. Die Bilanzierung erfolgt grundsätzlich höchstens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Finanzinstrumente werden dort, wo IFRS dies vorschreibt, zum Fair Value bewertet. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräusserungskosten bewertet. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten und in der Folgebewertung zum anteiligen Eigenkapital bewertet.

7. Währungsumrechnungen

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf der Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken (CHF) dargestellt.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Erfolgsrechnung erfasst, es sei denn, sie sind in der Gesamtergebnisrechnung als qualifizierte Net Investment Hedges zu erfassen.

Konzernunternehmen

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine von der Berichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in die Berichtswährung umgerechnet:

Die Bilanzkonten (ohne Eigenkapital) werden zu den Jahresendkursen, die Positionen der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung zu den Jahresdurchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Differenzen, resultierend aus der Umrechnung der Bilanzpositionen und der Erfolgsrechnung, werden in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

An ausländische Konzernunternehmen gewährte Darlehen, deren Rückzahlung auf absehbare Zeit weder geplant noch beabsichtigt ist, werden als Bestandteil der Nettoinvestition in das entsprechende Konzernunternehmen angesehen. Diese Währungsdifferenzen werden in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Goodwill und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Bei Veräusserung oder Liquidation einer Tochtergesellschaft werden die entsprechenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam ausgebucht.

Für die Umrechnung der wichtigsten Währungen wurden die folgenden Kurse verwendet:

Währung

Einheit

2022

2021

Stichtag 31.12.

Jahres-Ø

Stichtag 31.12.

Jahres-Ø

EUR

1

0.9897

1.0053

1.0372

1.0812

CZK

100

4.1041

4.0939

4.1722

4.2161

PLN

100

21.1028

21.4807

22.5508

23.6956

CNY

100

13.3331

14.2048

14.3662

14.1683

RUB

100

1.2829

1.4206

1.2355

1.2402

RSD

100

0.8385

0.8559

0.8800

0.9200

8. Fristigkeiten

Dem Umlaufvermögen werden diejenigen Aktiven zugeordnet, die innerhalb von 12 Monaten bzw. im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus realisiert oder konsumiert werden oder die zu Handelszwecken gehalten werden. Alle anderen Aktiven werden dem Anlagevermögen zugeordnet.

Dem kurzfristigen Fremdkapital werden diejenigen Verbindlichkeiten zugeordnet, die im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus zu tilgen sind, zu Handelszwecken gehalten werden, innerhalb von 12 Monaten ab Bilanzstichtag fällig werden oder kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Verbindlichkeit um mindestens 12 Monate ab Bilanzstichtag besteht. Alle anderen Verbindlichkeiten werden dem langfristigen Fremdkapital zugeordnet. Liegt zum Bilanzstichtag eine verbindliche Zusage für die Verlängerung einer auslaufenden Finanzverbindlichkeit vor, so wird die neue Laufzeit für die Klassierung mitberücksichtigt.

9. Finanzinstrumente

Bei einem Finanzinstrument handelt es sich um ein Geschäft, das bei einer Partei zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und gleichzeitig bei der anderen Partei zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldinstrumente werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden drei Kategorien unterteilt: (1) Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FA AC – financial assets at amortised cost), (2) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (FA FVTPL – financial assets at fair value through profit and loss), (3) Finanzielle Vermögenswerte, die ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FA FVTOCI – financial assets at fair value through other comprehensive income). Die Klassifizierung ist abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens für die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und von den vertraglichen Zahlungsströmen. Das Management bestimmt die Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz. Die finanziellen Vermögenswerte bei der Arbonia umfassen im Konkreten flüssige Mittel (Kategorie 1), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1), derivative finanzielle Forderungen (2), übrige Forderungen (1), aktive Rechnungsabgrenzungen (1), übrige Finanzanlagen (1) und Darlehen (2).

Käufe und Verkäufe, die einen finanziellen Vermögenswert begründen, werden am Erfüllungstag bilanziert. Sie werden dann ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen erloschen sind oder übertragen wurden und die Arbonia die Kontrolle über diese abgegeben hat, d. h. wenn die damit zusammenhängenden Chancen und Risiken übertragen wurden oder verfallen sind.

Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in den Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Die Folgebewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig von der Kategorisierung: (1) Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschliesslich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. (2) Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie 1 oder 3 nicht erfüllen, werden in die Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» eingestuft. (3) Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräusserung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschliesslich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung der gehaltenen Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Es bestehen keine finanziellen Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden (Fair Value Option).

Zu jedem Bilanzstichtag werden die finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die nicht erfolgswirksam mit dem Fair Value zu bewerten sind, hinsichtlich der erwarteten Kreditverluste beurteilt. Hinweise dafür, dass die Bonität von Vermögenswerten beeinträchtigt ist, sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten, Vertragsverletzungen sowie ein möglicher Konkurs der Vertragspartei. Ein Ausfall im Hinblick auf einen finanziellen Vermögenswert liegt vor, wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass die Vertragspartei ihre vertraglichen Zahlungen gegenüber dem Konzern in voller Höhe erfüllt. Wurden Kredite oder Forderungen wertberichtigt, setzt das Unternehmen Vollstreckungsmassnahmen fort, um die fällige Forderung noch zu realisieren. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald nach angemessener Einschätzung eine Realisierbarkeit nicht mehr erwartet wird. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung eine Realisierbarkeit nicht mehr gegeben ist, zählt unter anderem der Konkurs der Vertragspartei. Weitere Angaben zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der einzelnen Vermögenswerten enthalten (insbesondere zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten in Anmerkung 13).

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in die folgenden zwei Kategorien unterteilt: (1) Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (FL FVTPL – financial liabilities at fair value through profit or loss), wobei diese Kategorie nochmals unterteilt wird, und zwar in finanzielle Verbindlichkeiten, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten (trading) klassifiziert worden sind, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum Fair Value (designated) eingeordnet worden sind, und (2) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FL AC – financial liabilities at amortised cost). Die finanziellen Verbindlichkeiten bei der Arbonia umfassten konkret Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2), übrige Verbindlichkeiten (2), Verbindlichkeiten aus Leasing (2), passive Rechnungsabgrenzungen (2), Finanzverbindlichkeiten (2) und derivative Finanzverbindlichkeiten (1).

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden normalerweise brutto dargestellt. Eine Nettodarstellung erfolgt lediglich, sofern das Recht auf Verrechnung zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht und beabsichtigt ist, auf Nettobasis auszugleichen.

10. Derivative Finanzinstrumente

Die Arbonia setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von aus operativer Geschäftstätigkeit und Finanztransaktionen resultierenden Zins- und Rohstoffpreisrisiken ein. Sie werden erstmalig am Tag des Vertragsabschlusses zum Fair Value erfasst. Der Fair Value ist auch für die Bewertung in den Folgeperioden relevant.

Die Arbonia wendet kein Hedge Accounting gemäss IFRS 9 an. Die Derivate werden erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet und in der Bilanz unter den übrigen Forderungen oder übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

11. Ermittlung des Fair Value von Finanzinstrumenten

Der Fair Value von Finanzinstrumenten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden (z. B. öffentlich gehandelte Derivate und Wertschriften), basiert auf dem Börsenkurs am Bilanzstichtag. Der relevante Börsenkurs für finanzielle Vermögenswerte ist der Geldkurs, für finanzielle Verpflichtungen der Briefkurs.

Der Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, wird durch die Anwendung von geeigneten Bewertungsmodellen ermittelt. Dazu zählen der Vergleich von ähnlichen Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen, Bewertungen nach der Discounted-Cash-Flow-Methode oder sonstige anerkannte Bewertungsmethoden.

Die zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente werden den folgenden drei Hierarchiestufen zugeteilt:

  • Ebene 1 – Börsenkurse in einem aktiven Markt für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Ebene 2 – Beobachtbare Marktdaten mit Ausnahme von Börsenkursen in einem aktiven Markt für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die entweder direkt oder mittels Ableitung ermittelt werden können.
  • Ebene 3 – Nicht beobachtbare Marktdaten.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird aufgrund ihrer kurzfristigen Natur angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem Fair Value entspricht. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag dem Fair Value entspricht. Der in Anmerkung 44 angegebene Fair Value finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, welcher der Arbonia für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.

Der Fair Value der Finanzverbindlichkeiten ist in der Hierarchiestufe der Ebene 2 zugeordnet.

12. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten Kassabestände, Postcheck und Bankguthaben sowie allfällige Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von höchstens drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen den Bestimmungen zu Wertbeeinträchtigungen von IFRS 9. Die erwarteten Verluste sind jedoch völlig unwesentlich und es wurde deshalb darauf verzichtet, eine Wertberichtigung zu erfassen.

13. Forderungen und vertragliche Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte werden regelmässig überwacht und die erwarteten Kreditausfälle beurteilt. Im Zuge der Festlegung von Einzelwertberichtigungen erfolgt eine Einschätzung der erwarteten Verluste. Die Beurteilung basiert sowohl auf historischen Erfahrungswerten wie auch unter Einbezug aktueller Gegebenheiten sowie zukunftsorientierter Information. Dies beinhaltet die Einschätzung der erwarteten geschäftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen sowie der künftigen finanziellen Ertragslage der Vertragspartei. Erhaltene Sicherheiten werden bei der Berechnung der Wertberichtigungen berücksichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.

14. Warenvorräte

Warenvorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten beziehungsweise zum tieferen Nettoveräusserungswert bilanziert. Die Anschaffungs- oder Herstellkosten (Basis Normalauslastung, ohne Einbezug von Fremdkapitalzinsen) werden nach der durchschnittlichen Einstandspreis-Methode bestimmt. Der tiefere Nettoveräusserungswert entspricht dem erwarteten Verkaufspreis innerhalb der normalen Geschäftstätigkeit abzüglich erwarteter Verkaufskosten. In Anspruch genommene Skonti werden dabei als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Artikel mit einem geringen Lagerumschlag werden wertberichtigt und unkurante Artikel vollständig wertberichtigt.

15. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Verbindlichkeiten

Ein langfristiger Vermögenswert oder eine Veräusserungsgruppe wird im Umlaufvermögen als zur Veräusserung gehalten resp. im Fremdkapital als Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht mehr durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Voraussetzung dafür ist, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Verkaufs besteht, eine aktive Käufersuche stattfindet und die Vermögenswerte in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräusserbar sind. Eine hohe Wahrscheinlichkeit ist dann gegeben, wenn das Management sich zu einem Verkauf verpflichtet hat, der Angebotspreis der Vermögenswerte in einem angemessenen Verhältnis zum gegenwärtigen Fair Value steht und die Veräusserung innerhalb eines Jahres erwartet wird. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräusserungskosten. Allfällige Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Abzuschreibende Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Umklassierung nicht mehr abgeschrieben.

16. Aufgegebene Geschäftsbereiche

Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Unternehmensbestandteil, der veräussert wurde oder als zur Veräusserung gehalten klassifiziert wird und der einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt. Ein solcher Geschäftsbereich und die zugehörigen Cashflows müssen betrieblich und für die Zwecke der Rechnungslegung klar vom Rest des Unternehmens abgegrenzt werden können. Die Klassifizierung als nicht weitergeführter Geschäftsbereich erfolgt bei Veräusserung des Geschäftsbereichs oder zu einem früheren Zeitpunkt, sofern der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Klassifizierung als zur Veräusserung gehalten erfüllt. Aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Erfolgsrechnung gesondert ausgewiesen und die Vorjahresvergleichsperioden entsprechend angepasst. Hingegen erfolgt keine Anpassung der Vorjahresbilanzpositionen.

17. Sachanlagen

Sachanlagevermögen in Form von Grundstücken sind zu Anschaffungskosten, Gebäude und andere Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich planmässiger linearer Abschreibungen auf der Basis der unter Anmerkung 21 aufgeführten Nutzungsdauern bewertet.

Allfällige Wertminderungen, siehe auch Anmerkung 20, werden in den Abschreibungen erfasst und separat ausgewiesen. Unterhalts- und Reparaturkosten werden der Erfolgsrechnung belastet.

18. Renditeliegenschaften

Renditeliegenschaften sind Grundstücke und Gebäude, die nur geringfügig betrieblich genutzt werden und deren Hauptzweck die Erzielung von Mieterträgen oder Wertsteigerungen ist. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert.

Der für die Offenlegung erforderliche Fair Value wird durch Schätzungen der Liegenschaften nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Ausgehend von einem erzielbaren Nettoertrag (Bruttoertrag minus Betriebskosten und künftige Erneuerungskosten) werden die abgezinsten Cashflows für 10 Jahre ermittelt. Für die Zeit nach Ablauf der 10 Jahre wird der Barwert als Residualwert ermittelt. Bei unbebauten Grundstücken wird ein realisierbarer Verkehrswert nach Massgabe des örtlichen Marktes eingesetzt.

19. Immaterielle Anlagen

Das immaterielle Anlagevermögen enthält den aktivierten Goodwill, den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den Fair Value der Anteile des Konzerns an den Nettovermögenswerten des erworbenen Unternehmens unter Berücksichtigung von Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Wird im Rahmen einer Akquisition den nicht beherrschenden Anteilen eine Verkaufsoption eingeräumt, wird diese Verpflichtung zum Barwert des zu erwerbenden Ausübungspreises erfasst. Der Goodwill wird als immaterielle Anlage mit einer unbestimmten Nutzungsdauer betrachtet. Wertminderungen, siehe auch Anmerkung 20, werden in den Abschreibungen erfasst und separat ausgewiesen.

Das immaterielle Anlagevermögen enthält zu Anschaffungs- oder Herstellkosten aktivierte IT-Software und Lizenzen. Diese werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich planmässiger linearer Amortisationen auf der Basis der unter Anmerkung 21 aufgeführten Nutzungsdauer bewertet.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (Marken, Patente, Technologien, Kundenbeziehungen, Vertriebsnetze, Auftragsbestand usw.) werden zum Fair Value im immateriellen Anlagevermögen bilanziert und linear über ihre erwartete Nutzungsdauer auf der Basis der unter Anmerkung 21 aufgeführten Nutzungsdauer amortisiert.

Aufwendungen für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt der Erfolgsrechnung belastet. Entwicklungskosten werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten aktiviert und im immateriellen Anlagevermögen bilanziert, wenn kumulativ alle Ansatzkriterien nach IAS 38 erfüllt sind. Dazu zählen der Nachweis der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit, der Nachweis eines voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens und die Zurechenbarkeit der Kosten und deren verlässliche Bewertung. Die Amortisation erfolgt über die erwartete Nutzungsdauer auf der Basis der unter Anmerkung 21 aufgeführten Nutzungsdauer. Entwicklungskosten, welche die Ansatzkriterien nach IAS 38 nicht erfüllen, werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt der Erfolgsrechnung belastet.

20. Wertminderungen im Anlagevermögen (Impairment)

Die Werthaltigkeit von Sachanlagen, Nutzungsrechte, Renditeliegenschaften, Goodwill und anderen immateriellen Werten wird immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Die Werthaltigkeit von immateriellen Anlagen mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie Goodwill, wird zudem jährlich beurteilt. Wenn der Buchwert den realisierbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Wertberichtigung auf diesen Wert. Der realisierbare Wert ist der höhere Wert aus Fair Value abzüglich Veräusserungskosten und Nutzwert. Der Nutzwert basiert auf abdiskontierten zukünftigen Zahlungsströmen. Für die Diskontierung wird ein Zinssatz vor Steuern nach der Weighted Average Cost of Capital (WACC) Methode ermittelt. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (cash-generating units – CGU).

21. Nutzungsdauer für planmässige Abschreibungen und Amortisationen

Anlagekategorie

Hauptkategorie

Nutzungsdauer (in Jahren)

Bürogebäude

Immobilien

35  60

Fabrikgebäude

Immobilien

25  40

Renditeliegenschaften – Gebäude

Renditeliegenschaften – Gebäude

25  50

Produktionsmaschinen

Technische Anlagen

8  20

Transport- und Lagereinrichtungen

Technische Anlagen

8  15

Hand- und Maschinenwerkzeuge, Formen, Lehren

Technische Anlagen

5

Informatikhardware

Technische Anlagen

bis 5

Fahrzeuge

Übrige mobile Sachanlagen

5  10

Büromaschinen und -einrichtungen

Übrige mobile Sachanlagen

bis 5

Aktivierte Entwicklungskosten

Sonstige immaterielle Werte

bis 5

Übrige immaterielle Werte (mehrheitlich IT-Software)

Sonstige immaterielle Werte

bis 5

Immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen

– Kundenbeziehungen

Kundenbeziehungen

7  20

– Marken, Technologien

Marken, Technologien

10 – 20

– Vertriebsnetze

Übrige Immaterielle Werte aus Akquisitionen

10 – 20

– Auftragsbestand

Übrige Immaterielle Werte aus Akquisitionen

bis 2

Land wird nicht systematisch abgeschrieben.

22. Rückstellungen

Rückstellungen werden nur bilanziert, wenn die Arbonia eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, zuverlässig geschätzt werden kann und zu einem wahrscheinlichen Mittelabfluss führt.

Restrukturierungsrückstellungen werden nur dann erfasst, wenn die diesbezüglichen Kosten aufgrund eines Restrukturierungsplans zuverlässig bestimmt werden können und infolge eines Vertrags oder durch Kommunikation an die Betroffenen eine entsprechende faktische Verpflichtung besteht.

Bei einem wesentlichen Zinseffekt im Zusammenhang mit der Erfüllung langfristiger Verpflichtungen wird die Rückstellung in der Höhe des Barwerts der erwarteten Ausgaben angesetzt. Falls der Barwert verwendet wird, wird die Erhöhung der Rückstellungen infolge Zeitfortschritts als Zinsaufwand ausgewiesen.

23. Pensionsverpflichtungen

Die Arbonia verfügt über mehrere Vorsorgepläne in der Schweiz und im Ausland. Die Finanzierung der Vorsorge erfolgt über rechtlich selbständige Stiftungen, über Rückversicherungen oder durch Zuweisung an Rückstellungen in der Bilanz der betroffenen Gesellschaft.

Aufgrund ihrer Merkmale qualifizieren die Vorsorgepläne unter IAS 19 als leistungsorientierte Pläne. Ein leistungsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, der einen Betrag an Pensionsleistungen festschreibt, den ein Mitarbeitender bei der Pensionierung erhalten wird, dessen Höhe üblicherweise von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstjahre und Gehalt abhängig ist.

Für diese Vorsorgepläne werden die periodischen Kosten pro Plan nach der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (defined benefit obligation) am Bilanzstichtag abzüglich dem Fair Value des Planvermögens. Übersteigt der Fair Value des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, wird nur unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (asset ceiling) ein Überschuss aus Personalvorsorge ausgewiesen. Es wird jährlich ein Gutachten von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker erstellt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wird anhand der erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Obligationen höchster Bonität berechnet. Der Vorsorgeaufwand setzt sich aus Dienstzeitaufwand, Nettozinsergebnis und Neubewertung der Pensionsverpflichtungen zusammen. Der Dienstzeitaufwand beinhaltet den Zuwachs aus Vorsorgeansprüchen, nachzuverrechnende Vorsorgeansprüche (Planänderungen oder Plankürzungen) sowie Abgeltungseffekte und wird im Personalaufwand ausgewiesen. Das Nettozinsergebnis wird mit dem Diskontierungssatz aus dem Nettowert der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens errechnet und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Neubewertung der Pensionsverpflichtungen beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungstechnischen Annahmen und wird sofort in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst. Ebenso beinhaltet diese Position die Rendite des Planvermögens und Effekte der Begrenzung von Vermögenswerten.

24. Finanzverbindlichkeiten

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen aus Schuldscheindarlehen, Konsortialkrediten, Bankdarlehen und Hypotheken. Finanzverbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Bewertung zum Fair Value, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei die Differenz zwischen dem Auszahlungs- (nach Abzug von Transaktionskosten) und Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit der Ausleihung unter Verwendung der Effektivzinsmethode (effective interest method) in der Erfolgsrechnung erfasst wird.

25. Leasing

Zu Vertragsbeginn erfolgt eine Beurteilung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag das Recht gewährt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts über einen Zeitraum im Austausch für eine Gegenleistung zu kontrollieren. Arbonia macht von der fakultativen Befreiung Gebrauch, kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse nicht zu bilanzieren, sondern die entsprechenden Leasingzahlungen über die Dauer der Verträge linear als Aufwand zu erfassen.

Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen während der unkündbaren Laufzeit des Leasingverhältnisses angesetzt. Arbonia verwendet Grenzfremdkapitalzinssätze als Diskontierungssätze. Bei der erstmaligen Bewertung entspricht das Nutzungsrecht der Leasingverbindlichkeit zuzüglich allfälliger Rückbauverpflichtungen, anfänglichen direkten Kosten und geleisteten Vorauszahlungen. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption am Ende der Vertragsdauer beabsichtigt ist, wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Nutzungsrecht unterliegt einer Wertbeeinträchtigungsprüfung, sofern Hinweise auf eine Wertbeeinträchtigung vorliegen.

Ändern sich die erwarteten Leasingzahlungen, z. B. bei indexabhängigen Entgelten oder aufgrund neuer Einschätzungen bezüglich vertraglicher Optionen, wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet. Die Anpassung an den neuen Buchwert erfolgt grundsätzlich erfolgsneutral durch eine korrespondierende Anpassung des aktivierten Nutzungsrechts.

26. Latente Steuern

Latente Steuern werden unter Anwendung der Liability-Methode berücksichtigt. Entsprechend dieser Methode werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen von vorübergehenden Differenzen zwischen den konzerninternen und den steuerlichen Bilanzwerten als langfristiges Fremdkapital bzw. Anlagevermögen erfasst. Massgebend sind die tatsächlichen oder die zu erwartenden lokalen Steuersätze. Keine latenten Steuern auf temporären Differenzen werden berechnet für (1) Goodwill, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, (2) Transaktionen aus der erstmaligen Erfassung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, welche weder das steuerbare Ergebnis noch das Jahresergebnis beeinflussen und nicht aus Unternehmenszusammenschlüssen herrühren, und (3) Beteiligungen an Tochtergesellschaften, sofern der Zeitpunkt der Umkehrung durch die Arbonia gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Latente Steueraktiven, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften, werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, gegen welche die entsprechenden Aktiven steuerlich verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueraktiven wird an jedem Bilanzstichtag auf eine allfällige Wertminderung geprüft und gegebenenfalls um den Betrag gemindert, für den keine künftigen steuerlichen Gewinne erwartet werden.

27. Aktienbasierte Vergütungen

Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung sowie weitere bestimmte Mitarbeitende sind an einem aktienbasierten Vergütungsplan beteiligt. Der Fair Value des abgegebenen Eigenkapitalinstruments wird am Tag der Gewährung bestimmt und verteilt über den Leistungszeitraum der Erfolgsrechnung unter der Position Personalaufwand mit entsprechender Gegenbuchung im Eigenkapital belastet.

28. Eigenkapital

Die Kapitalreserven beinhalten das Netto-Agio aus dem Börsengang 1988 und den Kapitalerhöhungen der Jahre 2007, 2009, 2015, 2016 und 2017, vermindert um die bisherigen Ausschüttungen. Bei den Gewinnreserven handelt es sich um thesaurierte Gewinne des Konzerns sowie um Neubewertungen aus Pensionsverpflichtungen.

Eigene Aktien werden vom Eigenkapital abgezogen. Die Anschaffungskosten dieser Instrumente sowie deren Verkaufserlöse (netto nach Abzug von Transaktionskosten und Steuern) werden direkt im Eigenkapital erfasst.

29. Erfolgsrechnung

Nettoumsatz

Die Division Heizungs-, Lüftungs-, und Klimatechnik (HLK) erzielt ihren Umsatz im Bereich der Heiztechnik durch den Verkauf von einzelnen Produktkomponenten sowie Systemlösungen für den Wohn-, den Gewerbe- und den öffentlichen Bau. Im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik umfasst das Produktportfolio unter anderem Gebläse-Konvektoren, Decken-Systeme, Luftheizgeräte, Deckenstrahlplatten und Lüftungsanlagen für den Wohn- als auch Gewerbebau. Zudem werden Heizkörper, Fussbodenheizungen, Heizwände und Unterflur-Konvektoren vertrieben.

Der Bereich Holzlösungen der Division Türen erzielt seinen Umsatz durch den Verkauf von Innen- und Funktionstüren über vielfältige Design- und Ausstattungsvarianten. Der Bereich Glaslösungen der Division Türen erzielt seinen Umsatz durch den Verkauf von Duschplätzen, Duschkabinen und Duschabtrennungen für individuelle Badsituationen.

Die Verträge innerhalb der Division HLK und des Bereichs Glaslösungen der Division Türen können mehrere verschiedene Produkte enthalten, welche als separate Leistungsverpflichtungen qualifizieren. Die Leistungsverpflichtung ist in aller Regel dann erfüllt, wenn der Kunde die Lieferung erhalten hat. Die Lieferung der einzelnen Produkte eines Vertrages erfolgt jeweils zum gleichen Zeitpunkt. Eine Zuordnung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen ist somit nicht erforderlich. Zum Zeitpunkt der Lieferung erfolgt gleichzeitig die Rechnungsstellung, womit keine vorzeitige Berücksichtigung als vertraglicher Vermögenswert notwendig ist. Die Umsatzlegung erfolgt somit auf einen bestimmten Zeitpunkt.

Bei der kurzfristigen Serienfertigung (Wiederverkauf / Handelsgeschäft) des Bereichs Holzlösungen bestehen die Geschäfte stets aus einer Leistungsverpflichtung. Die Leistungsverpflichtung ist in aller Regel dann erfüllt, wenn der Kunde die Lieferung erhalten hat. Sodann erfolgt gleichzeitig die Rechnungsstellung, womit keine vorzeitige Berücksichtigung als vertraglicher Vermögenswert notwendig ist.

Die variablen Kaufpreisbestandteile können zum Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung verlässlich bestimmt werden und werden als Erlösminderungen berücksichtigt. Es werden branchenübliche Zahlungsfristen gewährt, sofern keine speziellen Zahlungsfristen vereinbart wurden. Es besteht somit keine Finanzierungskomponente.

Der Bereich Holzlösungen der Division Türen sowie ein geringer Teilbereich der Division HLK sind nebst der kurzfristigen Serienfertigung im Objektgeschäft tätig. Das Objektgeschäft charakterisiert sich durch längerfristige Aufträge, welche teilweise auch überjährige Auftragslaufzeiten aufweisen. Die Leistungsverpflichtung im Objektgeschäft wird über den Zeitraum der Leistungserbringung (Planung, Produktion, Montage, Abnahme) basierend auf der cost-to-cost-Methode fortlaufend erfüllt. Unter Anwendung dieser Methode wird der Fertigstellungsgrad als Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den gesamten budgetierten Auftragskosten ermittelt. Die Umsatzlegung erfolgt proportional zu den aufgelaufenen Auftragskosten. Entsprechend erfolgt die Umsatzlegung über den Zeitraum der jeweiligen Auftragslaufzeit. Die Zuordnung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen ist nicht erforderlich, da pro Auftrag im Objektgeschäft stets nur eine Leistungsverpflichtung vorliegt. Die variablen Kaufpreisbestandteile werden in Form von Skonti und Baurabatten, die zuverlässig bestimmt werden können, zu Beginn der Auftragsfertigung in Abzug gebracht. So können diese Erlösminderungen proportional zur Umsatzlegung über die Auftragslaufzeit realisiert werden. Eine Anpassung der Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes sowie die Bewertung nicht zahlungswirksamer Gegenleistungen ist aus Wesentlichkeitsgründen nicht notwendig. Wurde auf diese Weise Umsatz erfasst, jedoch noch keine Schlussrechnung gestellt, wird aufgrund der bedingten Gegenleistung ein vertraglicher Vermögenswert erfasst. Die Überführung in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt, sobald der Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung unbedingt wird. Der Anspruch auf Gegenleistung ist dann unbedingt, wenn ein rechtsgültig unterzeichnetes Abnahmeprotokoll vorliegt und somit die Rechnung gestellt werden kann. Es werden branchenübliche Zahlungsfristen gewährt, sofern keine speziellen Zahlungsfristen vereinbart wurden. Die vertraglichen Verbindlichkeiten weisen Aufträge aus, deren Anzahlungen den bisherigen Leistungsfortschritt bzw. die bisherige Umsatzerfassung übersteigen. Sie werden als Umsatz erfasst, sobald die vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Aufgrund der analysierten Auftragslaufzeiten besteht keine wesentliche Finanzierungskomponente. Die Behandlung von Verlustaufträgen erfolgt unabhängig des Fertigstellungsgrades dahingehend, dass bei Vorliegen eines Auftrags, dessen budgetierte Gesamtkosten durch den Auftragserlös nicht gedeckt sind, eine Rückstellung in der erforderlichen Höhe gebildet wird.

Die Nettoumsätze sind ohne Umsatz- oder Mehrwertsteuern ausgewiesen und Erlösminderungen sind bereits mitberücksichtigt.

Fallen im Rahmen der Anbahnung oder Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden wesentliche Kosten an, werden diese aktiviert.

Die Bewertung von Rücknahme-, Erstattungs- und ähnlichen Verpflichtungen ist nicht notwendig, da diese keine integrativen Bestandteile des Geschäftsverkehrs der Arbonia darstellen.

Die Untergliederung der Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kategorien erfolgt in der Segmentberichterstattung. Aus der Segmentberichterstattung ist auch die Aufgliederung der Umsätze ersichtlich, welche an einem Zeitpunkt und solche welche über einen Zeitraum erfasst werden.

Andere betriebliche Erträge

Andere betriebliche Erträge werden zum Zeitpunkt der erbrachten Leistung erfasst und enthalten u. a. Schrotterlöse, Dienstleistungserträge, Liegenschaftserträge, Versicherungsleistungen und Gewinne aus Verkauf von Renditeobjekten und Sachanlagen.

EBITDA

Das EBITDA zeigt das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Amortisationen, Wertberichtigungen auf Anlagevermögen, Finanzergebnis und Steuern.

EBITA

Das EBITA zeigt das Betriebsergebnis vor Amortisationen auf immateriellen Vermögenswerten aus Akquisitionen, Finanzergebnis und Steuern.

EBIT

Das EBIT zeigt das Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.

Finanzertrag

Der Finanzertrag enthält vor allem Zinserträge, Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen und Kursgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten. Des Weiteren sind darin aus dem Eigenkapital transferierte kumulierte Gewinne aus Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen resultierend aus dem Verkauf oder der Liquidation von Tochtergesellschaften enthalten. Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden- resp. Wertschriftenerträge werden im Zeitpunkt erfasst, in dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht.

Finanzaufwand

Der Finanzaufwand enthält insbesondere Zinsaufwendungen, Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen, Bankspesen sowie Fremdwährungsverluste. Des Weiteren sind darin aus dem Eigenkapital transferierte kumulierte Verluste aus Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen resultierend aus dem Verkauf oder der Liquidation von Tochtergesellschaften enthalten. Die Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Fremdwährungsgewinne und -verluste werden netto ausgewiesen.

30. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschliesslich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als vernünftig erscheinen. Die Arbonia trifft Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen, und sie werden naturgemäss nicht immer den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.

Umsatzrealisierung

Im Rahmen des Objektgeschäfts erfolgt die Umsatzerfassung über einen bestimmten Zeitraum. Arbonia ermittelt den Fertigstellungsgrad für die entsprechenden Aufträge anhand der cost-to-cost-Methode. Diese Methode eignet sich nach Ansicht von Arbonia am besten, den Kontrolltransfer der Produkte auf die Kunden abzubilden. Unter Anwendung der cost-to-cost-Methode wird der Fertigstellungsgrad als Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den gesamten budgetierten Auftragskosten ermittelt. Dabei werden Änderungen in Form von Nachkalkulationen und im Sinne eines aktiven Auftragscontrollings bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrades berücksichtigt. Solche Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt. Die Umsatzlegung erfolgt proportional zu den aufgelaufenen Auftragskosten. Sofern die erwartete Marge nicht mit hinreichender Sicherheit bestimmt werden kann, wird Umsatz maximal in der Höhe der angefallenen Kosten erfasst.

Wertberichtigungen auf Vorräten

Für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen werden erwartete Verkaufspreise, Lagerumschlagshäufigkeit und Reichweitenanalysen miteinbezogen. Per 31.12.2022 beträgt der Buchwert der Warenvorräte CHF 226.9 Mio. Darin sind Wertberichtigungen von CHF 19.7 Mio. enthalten. Eine sinkende Marktnachfrage oder sinkende Verkaufspreise können dazu führen, dass zusätzliche Wertberichtigungen notwendig werden. Weitere Angaben zu den Wertberichtigungen auf Vorräten gehen aus Anmerkung 34 hervor.

Nutzungsdauer für Sachanlagen

Die Arbonia hat einen wesentlichen Teil ihres Vermögens in Sachanlagen investiert. Per 31.12.2022 beträgt der Buchwert der Sachanlagen CHF 675.0 Mio. Naturgemäss ist es im Zeitpunkt der Investitionen nicht genau abschätzbar, wie lange die Anlagen in Gebrauch sein werden. Unter anderem können technische Entwicklungen oder Mitbewerberprodukte zu Nutzungsdauerverkürzungen führen. Deshalb wird die Nutzungsdauer zum Zeitpunkt der Anschaffung nach strengen Normen angesetzt sowie die Restnutzungsdauer kontinuierlich überprüft und angepasst. Eine Änderung der Einschätzung kann Auswirkungen auf die künftige Höhe der Abschreibungen haben. Weitere Angaben zu diesen Sachanlagen gehen aus Anmerkung 37 hervor.

Geschätzte Wertminderung des Goodwills

Per 31.12.2022 beträgt der Buchwert des Goodwills CHF 182.4  Mio. Die Arbonia untersucht mindestens jährlich in Übereinstimmung mit der unter Anmerkung 20 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde basierend auf Berechnungen des Nutzwerts ermittelt. Diesen Berechnungen müssen Annahmen wie erwartete Cashflows, Margen, Diskontierungssatz und Wachstumsrate zugrunde gelegt werden. Diese Annahmen können sich ändern resp. von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen und die Erfassung einer Wertminderung nötig machen. Weitere Angaben zum Goodwill gehen aus Anmerkung 40 hervor.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen

Marken, Technologien, Kundenbeziehungen und Vertriebsnetze werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Beim erstmaligen Ansatz müssen Annahmen und Schätzungen über die erwarteten Cashflows angestellt werden, die u. a. Verkaufserlöse, Margen, Diskontierungssatz, Verlustraten von Kunden und technologische Entwicklungen beinhalten und somit gewissen Unsicherheiten unterliegen. Per 31.12.2022 beträgt der Buchwert der erworbenen immateriellen Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen CHF 155.7 Mio. Weitere Angaben zu den erworbenen immateriellen Vermögenswerten gehen aus Anmerkung 40 hervor.

Rückstellungen

Rückstellungen werden nach den Kriterien von Anmerkung 22 erfasst. Per 31.12.2022 beträgt der Buchwert der übrigen Rückstellungen CHF 22.8 Mio. Dabei wird auch mit Annahmen gearbeitet und je nach Ausgang der einzelnen Geschäftsfälle kann der tatsächliche Mittelabfluss und dessen Zeitpunkt wesentlich von den gebildeten Rückstellungen abweichen. Weitere Angaben zu den übrigen Rückstellungen gehen aus Anmerkung 45 hervor.

Pensionsverpflichtungen

Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Pläne werden gemäss Anmerkung 23 nach der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet. Dabei werden statistische und versicherungstechnische Annahmen verwendet, die sich auf Statistiken, Schätzungen und Erfahrungswerte stützen. Zu diesen Annahmen zählen Lohn- und Rentenentwicklung, Austrittswahrscheinlichkeit sowie Lebenserwartung der Versicherten. Die getroffenen Annahmen sind von zukünftigen Faktoren abhängig, weshalb die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Berechnungen mit den dazumal zugrunde gelegten Annahmen abweichen können, was einen entsprechenden Einfluss auf die bilanzierten Überschüsse aus Personalvorsorge und Pensionsverpflichtungen haben könnte. Per 31.12.2022 beträgt die Unterdeckung CHF 37.4 Mio., wovon in der Bilanz als Überschüsse aus Personalvorsorge CHF 4.9 Mio. und als Pensionsverpflichtung CHF 42.3 Mio. erfasst sind. Weitere Angaben zu den Pensionsverpflichtungen gehen aus Anmerkung 47 hervor.

Ertragssteuern

Die Arbonia ist in verschiedenen Ländern zur Entrichtung von Ertragssteuern verpflichtet. Deshalb sind wesentliche Annahmen erforderlich, um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten zu ermitteln. Es gibt viele Geschäftsvorfälle und Berechnungen, bei denen die endgültige Besteuerung während des normalen Geschäftsverlaufs nicht abschliessend ermittelt werden kann. Die Arbonia bemisst die Höhe der Verbindlichkeiten für erwartete Steuerprüfungen auf der Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Steuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung definitiv ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und latenten Steuern haben. Latente Steueraktiven, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften, werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, gegen welche die entsprechenden Aktiven steuerlich verwendet werden können. Die Bewertung dieser latenten Steueraktiven basiert somit auf zukünftigen Einschätzungen und sollten sich diese als nicht korrekt erweisen, könnte dies zu Wertminderungen führen. Per 31.12.2022 betragen die bilanzierten latenten Steuerguthaben vor Verrechnung CHF 22.6 Mio. Ausführliche Angaben zu den Ertragssteuern gehen aus Anmerkung 46 und 52 hervor.

C Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Konzernrechnung

31. Segmentinformationen

Die Konzernstruktur der Arbonia ist auf die zwei Divisionen resp. Segmente HLK (Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik) und Türen ausgerichtet. Der Bereich Corporate Services, welcher hauptsächlich Dienstleistungs-, Finanzierungs-, Immobilien- und Beteiligungsgesellschaften beinhaltet und Dienstleistungen divisionsübergreifend fast ausschliesslich für Konzerngesellschaften erbringt, ist keinem Geschäftssegment zugeordnet und wird entsprechend separat ausgewiesen.

Für die Überwachung und Beurteilung der Ertragslage werden das EBITDA, EBITA und EBIT als zentrale Leistungsgrössen verwendet. Der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat werden pro Segment aber auch Informationen bis auf Stufe «Ergebnis nach Steuern» vorgelegt. Die Segmente wenden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie der Konzern an. Käufe, Verkäufe und Dienstleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Konditionen verrechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen Segmenten werden eliminiert und in der Spalte «Eliminierungen» ausgewiesen.

Die Segmentaktiven und -verbindlichkeiten enthalten sämtliche Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und Konzernbeziehungen. Der Goodwill ist den einzelnen Segmenten zugeteilt.

Division HLK

Die Division Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ist eine führende und hochintegrierte Anbieterin ihrer Branche. Unter den Hauptmarken Kermi, Arbonia, Prolux, Sabiana, Vasco, Superia und Brugman bietet sie ihr vielfältiges Produktsortiment europaweit an. Produziert wird in Deutschland, Tschechien, Italien, Belgien, Polen, Russland und Serbien. Daneben sorgen eine Vielzahl von Vertriebsstandorten in Europa sowie ein weltweites Netzwerk exklusiver Vertriebspartner für Kundennähe.

Division Türen

Die Division Türen zählt mit der Business Unit Holzlösungen und den dazugehörigen Unternehmen Prüm, Garant, Invado und RWD Schlatter zu den führenden europäischen Anbietern von Innentüren und Zargen aus Holzwerkstoffen. In ihren Heimatmärkten bietet die Business Unit ihren Kunden ein umfassendes Produktprogramm von der Standardtür bis zur komplexen Funktionstür an. Mit der Business Unit Glaslösungen und den bekannten Marken Kermi, Koralle und Baduscho ist die Division Türen darüber hinaus europäischer Marktführer mit Duschlösungen für alle Generationen, Wohn- und Lebensformen. Von den acht Produktionsstandorten der Division Türen befinden sich fünf in Deutschland, zwei in der Schweiz und einer in Polen.

Corporate Services

Der Bereich Corporate Services beinhaltet hauptsächlich Dienstleistungs-, Finanzierungs-, Immobilien- und Beteiligungsgesellschaften. Diese Gesellschaften erbringen ihre Dienstleistungen divisionsübergreifend und fast ausschliesslich für Konzerngesellschaften.

in 1 000 CHF

2022

HLK

Türen

Total Geschäftssegmente

Corporate Services

Eliminierungen

Total Konzern

Umsätze mit Dritten auf Zeitpunkt erfasst

636 650

483 442

1 120 092

3 219

 

1 123 311

Umsätze mit Dritten über Zeitraum erfasst

9 541

69 245

78 786

 

 

78 786

Umsätze mit anderen Segmenten

 

51

51

 

– 51

 

Nettoumsätze

646 191

552 738

1 198 929

3 219

– 51

1 202 097

Segmentergebnis I (EBITDA)

58 569

59 217

117 786

– 9 488

5

108 303

in % des Nettoumsatzes

9.1

10.7

9.8

9.0

Abschreibungen und Amortisationen

– 29 439

– 23 551

– 52 990

– 2 079

 

– 55 069

Wertminderung Nutzungsrechte

 

– 262

– 262

 

 

– 262

Segmentergebnis II (EBITA)

29 130

35 404

64 534

– 11 567

5

52 972

in % des Nettoumsatzes

4.5

6.4

5.4

4.4

Amortisationen immaterieller Werte aus Akquisitionen

– 4 538

– 11 420

– 15 958

 

 

– 15 958

Segmentergebnis III (EBIT)

24 592

23 984

48 576

– 11 567

5

37 014

in % des Nettoumsatzes

3.8

4.3

4.1

3.1

Zinsertrag

675

134

809

9 667

– 10 075

401

Zinsaufwand

– 6 751

– 4 521

– 11 272

– 2 978

10 089

– 4 161

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen

 

1 263

1 263

 

 

1 263

Übriges Finanzergebnis

– 2 467

– 3 235

– 5 703

15 250

– 14 246

– 4 699

Ergebnis vor Steuern

16 048

17 625

33 674

10 372

– 14 227

29 818

Ertragssteuern

– 4 463

– 3 757

– 8 220

– 926

 

– 9 146

Ergebnis nach Steuern

11 585

13 868

25 454

9 446

– 14 227

20 672

Ø-Personalbestand

3 239

3 176

6 415

117

6 532

Aktiven

704 699

795 510

1 500 209

1 116 381

– 1 097 078

1 519 512

davon assoziierte Unternehmen

10 457

10 457

10 457

Verbindlichkeiten

441 430

455 184

896 614

253 775

– 618 419

531 970

Investitionen in Sachanlagen, Nutzungsrechte, Renditeliegenschaften und immaterielle Anlagen

52 774

104 073

156 847

30 115

 

186 962

in 1 000 CHF

2021

HLK

Türen

Total Geschäftssegmente

Corporate Services

Eliminierungen

Total Konzern

Umsätze mit Dritten auf Zeitpunkt erfasst

626 067

484 821

1 110 888

3 836

 

1 114 724

Umsätze mit Dritten über Zeitraum erfasst

4 481

66 972

71 453

 

 

71 453

Nettoumsätze

630 548

551 793

1 182 341

3 836

 

1 186 177

Segmentergebnis I (EBITDA)

61 916

76 191

138 107

– 13 419

10

124 698

in % des Nettoumsatzes

9.8

13.8

11.7

10.5

Abschreibungen und Amortisationen

– 27 573

– 21 708

– 49 281

– 1 982

 

– 51 263

Wertminderung Sachanlagen /  immaterielles Anlagevermögen

– 4 413

 

– 4 413

 

 

– 4 413

Segmentergebnis II (EBITA)

29 930

54 483

84 413

– 15 401

10

69 022

in % des Nettoumsatzes

4.7

9.9

7.1

5.8

Amortisationen immaterieller Werte aus Akquisitionen

– 4 392

– 11 322

– 15 715

 

 

– 15 715

Segmentergebnis III (EBIT)

25 538

43 161

68 698

– 15 401

10

53 308

in % des Nettoumsatzes

4.1

7.8

5.8

4.5

Zinsertrag

229

86

315

5 055

– 5 331

39

Zinsaufwand

– 4 229

– 2 575

– 6 804

– 4 005

5 332

– 5 477

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen

 

– 1 060

– 1 060

 

 

– 1 060

Übriges Finanzergebnis

– 2 875

– 2 888

– 5 764

13 804

– 10 926

– 2 886

Ergebnis vor Steuern

18 663

36 723

55 386

– 547

– 10 915

43 924

Ertragssteuern

– 8 520

– 7 921

– 16 441

57

 

– 16 384

Ergebnis nach Steuern

10 143

28 802

38 945

– 490

– 10 915

27 540

Ø-Personalbestand

3 076

2 977

6 052

125

6 177

Aktiven

651 734

722 865

1 374 599

1 118 755

– 870 058

1 623 296

davon assoziierte Unternehmen

7 276

7 276

7 276

Verbindlichkeiten

376 241

369 991

746 232

228 854

– 396 132

578 954

Investitionen in Sachanlagen, Nutzungsrechte, Renditeliegenschaften und immaterielle Anlagen

53 889

106 553

160 442

931

 

161 373

Die im Vorjahr vorgenommene Wertminderung in der Division HLK betraf hauptsächlich Impairments auf Maschinen im Zusammenhang mit der Verlagerung und Schliessung eines Produktionsstandorts in den Niederlanden.

Informationen nach geografischen Regionen

in 1 000 CHF

2022

Schweiz

Deutschland

Übrige Länder

Total

Nettoumsätze

168 466

592 817

440 814

1 202 097

Sachanlagen, Nutzungsrechte, Renditeliegenschaften, immaterielle Anlagen und Goodwill

114 909

619 635

342 046

1 076 590

in 1 000 CHF

2021

Schweiz

Deutschland

Übrige Länder

Total

Nettoumsätze

162 710

591 001

432 466

1 186 177

Sachanlagen, Nutzungsrechte, Renditeliegenschaften, immaterielle Anlagen und Goodwill

101 807

551 501

322 587

975 894

Bedeutende Kunden

Arbonia hat keinen Kunden, der mehr als 10% vom Nettoumsatz des Konzerns ausmacht (siehe auch Abschnitt Kreditausfallrisiko unter Anmerkung 53).

32. Flüssige Mittel

Die Aufteilung der flüssigen Mittel in die einzelnen Währungen zeigt folgendes Bild:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

CHF

1 382

196 408

EUR

18 638

47 709

PLN

751

3 423

CZK

1 971

1 707

RUB

3 502

1 499

übrige

2 952

3 124

Total

29 196

253 870

33. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Vertragssalden

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 117 773 

 115 610 

Wertberichtigungen

 – 8 214 

 – 9 181 

Total

 109 559 

 106 429 

davon Forderungen aus Objektgeschäft

 9 920 

 8 201 

Die Wertberichtigungen enthalten die erwarteten Kreditausfälle (Delkredere) sowie Skonti.

Die Fälligkeitsstruktur und der auf die jeweiligen Zeitbänder fallende Nettobestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Nicht verfallen

 96 423 

 95 200 

Verfallen bis 30 Tage

 7 246 

 6 874 

Verfallen zwischen 31 und 60 Tagen

 2 811 

 2 389 

Verfallen zwischen 61 und 90 Tagen

 1 797 

 542 

Verfallen zwischen 91 und 180 Tagen

 1 003 

 1 178 

Verfallen zwischen 181 und 360 Tagen

 306 

 366 

Verfallen über 360 Tage

 – 27 

 – 120 

Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto

 109 559 

 106 429 

Die Arbonia hat per Bilanzstichtag gesicherte Forderungen hauptsächlich in Form von Kreditversicherungen in der Höhe von CHF 74.5 Mio. (Vorjahr: CHF 62.4 Mio.) für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf den gesicherten Forderungen werden keine Wertberichtigungen gebildet.

Die erwarteten Kreditausfälle (Delkredere) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

 – 4 206 

 – 6 816 

Währungsdifferenzen

 84 

 35 

Veränderung Konsolidierungskreis

 – 175 

 – 199 

Bildung

 – 323 

 – 353 

Verwendung

 474 

 2 789 

Auflösung

 253 

 338 

Stand 31.12.

 – 3 892 

 – 4 206 

Vertragssalden

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Vertragliche Vermögenswerte Objektgeschäft

 18 822 

 13 527 

Total vertragliche Vermögenswerte

 18 822 

 13 527 

Vertragliche Verbindlichkeiten Objektgeschäft

 6 592 

 5 317 

Übrige Anzahlungen von Kunden

 3 207 

 3 442 

Total vertragliche Verbindlichkeiten

 9 799 

 8 759 

Die Vertragssalden Objektgeschäft ergeben sich aus den längerfristigen Aufträgen der Arbonia. Die über den Zeitraum der jeweiligen Auftragslaufzeit erfassten Umsätze werden als vertragliche Vermögenswerte bilanziert. Die vertraglichen Vermögenswerte werden pro Auftrag netto, d. h. abzüglich der erhaltenen Anzahlungen, ausgewiesen. Sobald ein rechtsgültig unterzeichnetes Abnahmeprotokoll vorliegt, wird die Schlussrechnung gestellt und die Posten werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überführt. Die vertraglichen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

 13 527 

 11 574 

Währungsdifferenzen

 – 45 

 – 51 

Umgliederung von zu Beginn der Periode bestehenden vertraglichen Vermögenswerten in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 – 10 424 

 – 9 224 

Anteilige Umsatzrealisierung auf den per Stichtag laufenden Projekten auf Basis des Fertigstellungsgrades

 36 757 

 29 178 

Verrechnung mit den vertraglichen Verbindlichkeiten aufgrund der erhaltenen Anzahlungen

 – 20 993 

 – 17 950 

Stand 31.12.

 18 822 

 13 527 

Die vertraglichen Verbindlichkeiten Objektgeschäft weisen Aufträge aus, deren Anzahlungen der Kunden den bisherigen Leistungsfortschritt übersteigen. Sie werden als Umsatz erfasst, sobald die vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Die vertraglichen Verbindlichkeiten Objektgeschäft haben sich wie folgt entwickelt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

 5 317 

 1 218 

Währungsdifferenzen

 – 143 

 – 100 

Realisierter Umsatz, der zu Beginn der Periode in den vertraglichen Verbindlichkeiten ausgewiesen war

 – 623 

 – 654 

Erhaltene Anzahlungen für die per Stichtag laufenden Projekte

 23 034 

 22 803 

Verrechnung mit den vertraglichen Vermögenswerten

 – 20 993 

 – 17 950 

Stand 31.12.

 6 592 

 5 317 

Im Berichtsjahr bestehen keine bekannten Ausfallrisiken und somit kein Einzelwertberichtigungsbedarf bei den vertraglichen Vermögenswerten. Die erwarteten Kreditausfälle werden als unwesentlich eingeschätzt und es wurde folglich auf eine Wertberichtigung verzichtet.

Generelle Änderungen des Zeitrahmens, bis ein Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung oder bis eine Leistungsverpflichtung erfüllt wird, haben sich nicht ergeben.

Die voraussichtlich zu erfassenden Umsatzerlöse auf dem laufenden Auftragsbestand stellen sich wie folgt dar:

in 1 000 CHF

Innerhalb eines Jahres

In 1 bis 2 Jahren

Über 2 Jahre

Voraussichtlich zu erfassende Umsatzerlöse auf unerledigtem Auftragsbestand per 31.12.2022

 62 799 

 16 401 

 576 

Voraussichtlich zu erfassende Umsatzerlöse auf unerledigtem Auftragsbestand per 31.12.2021

 40 367 

 7 434 

 1 505 

In diesen Beträgen sind ausschliesslich Verträge für Objektgeschäfte enthalten, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von über einem Jahr aufweisen.

34. Warenvorräte

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Rohmaterial und Betriebs- /  Hilfsstoffe

119 601

95 315

Halb- und Fertigfabrikate

96 132

77 030

Handelswaren

10 787

10 125

Vorauszahlungen für Vorräte

401

314

Total

226 921

182 784

Die Wertberichtigungen von Vorräten sind in der Höhe von CHF 19.7 Mio. (Vorjahr: CHF 20.2 Mio.) in den Nettowerten enthalten. 2022 und 2021 gibt es keine wesentlichen Vorräte, die zum Nettoveräusserungswert bewertet sind und es gibt folglich auch keine wesentlichen Wertberichtigungen auf Vorräten auf den Nettoveräusserungswert.

35. Finanzanlagen

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Assoziierte Unternehmen > 20 % < 50 %

10 457

7 276

Übrige Finanzanlagen

424

339

Darlehen

40

58

Total

10 921

7 673

davon im Umlaufvermögen ausgewiesen

12

15

Im Oktober 2022 hat die Arbonia ihre Beteiligung an der deutschen KIWI-KI GmbH, DE-Berlin, weiter ausgebaut und hält nun 34.0% an der Gesellschaft. Der Kaufpreis betrug CHF 2.3 Mio. In der Geldflussrechnung ist der Geldabfluss unter den Investitionen Finanzanlagen enthalten.

Im Juli 2021 hatte die Arbonia Anteile im Gegenwert von CHF 0.5 Mio. an der KIWI-KI GmbH erworben und hielt per 31.12.2021 24.9% an der Gesellschaft.

Assoziierte Gesellschaften

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

7 276

8 194

Währungsdifferenzen

– 374

– 308

Beteiligungserhöhung

2 292

450

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen

1 263

– 1 060

Stand 31.12.

10 457

7 276

Nachfolgend sind die Finanzinformationen der assoziierten Gesellschaften in zusammengefasster Form offengelegt.

Assoziierte Gesellschaften – Bilanz

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Umlaufvermögen

8 348

1 751

Anlagevermögen

1 454

1 443

Total Aktiven

9 802

3 194

Kurzfristiges Fremdkapital

952

526

Langfristiges Fremdkapital

447

Eigenkapital

8 850

2 221

Total Passiven

9 802

3 194

Assoziierte Gesellschaften – Erfolgsrechnung

in 1 000 CHF

2022

2021

Nettoumsätze

9 205

2 368

Ergebnis nach Steuern

3 730

– 3 938

Geschäftliche Beziehungen mit assoziierten Gesellschaften

in 1 000 CHF

2022

2021

Kauf von Waren und Dienstleistungen

1

4

36. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Veräusserte Geschäftsbereiche 2021

Desinvestition Fenster

Am 04.01.2021 wurde zwischen der Arbonia und der dänischen DOVISTA Gruppe ein Vertrag zum Verkauf des Geschäftsbereichs Fenster unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion erfolgte am 31.08.2021.

in 1 000 CHF

31.08.2021

Aktiven

Flüssige Mittel

12 741

Forderungen

39 489

Warenvorräte und vertragliche Vermögenswerte

62 053

Aktive Rechnungsabgrenzungen

4 568

Sachanlagen und Nutzungsrechte

129 217

Immaterielle Anlagen und Goodwill

34 911

Latente Steuerguthaben

351

Überschüsse aus Personalvorsorge

41 295

Finanzanlagen

29

Total Aktiven

324 654

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

46 889

Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasing

17 424

Passive Rechnungsabgrenzungen

28 074

Übrige Rückstellungen

4 763

Rückstellungen für latente Steuern

11 323

Total Verbindlichkeiten

108 473

Nettoaktiven

216 181

Flüssige Mittel

– 12 741

Nettoaktiven ohne flüssige Mittel

203 440

Veräusserungsgewinn

130 625

Nettogeldzufluss aus der Transaktion

334 065

Aus dem per 31.08.2021 erfolgten Verkauf des Geschäftsbereichs Fenster resultierte ein Veräusserungsgewinn von CHF 130.6 Mio. Aus der Veräusserung resultierten insgesamt kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen von CHF 31.5 Mio., welche aus dem Eigenkapital in die Erfolgsrechnung übertragen und dem Finanzergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs belastet wurden. Der resultierende Nettobetrag von CHF 99.1 Mio. wurde in der Geldflussrechnung 2021 unter der Position Gewinn/Verlust aus Verkauf von Anlagevermögen/Beteiligungen herausgerechnet.

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

in 1 000 CHF

01.01. - 31.08.2021

Nettoumsätze

237 190

Andere betriebliche Erträge und Eigenleistungen

7 979

Bestandesveränderungen der Halb- und Fertigfabrikate

6 513

Materialaufwand

– 113 715

Personalaufwand

– 82 624

Übriger Betriebsaufwand

– 35 846

EBITDA

19 497

EBIT

19 497

Finanzergebnis

– 31 978

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern

– 12 481

Ertragssteuern

– 6 954

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern

– 19 435

Gewinn aus Veräusserung aufgegebener Geschäftsbereiche

130 625

Nettoergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

111 190

Das Ergebnis für die Berichtsperiode 2021 enthielt Verkaufskosten für den Verkauf des Bereichs Fenster von insgesamt CHF 3.9 Mio. Diese waren im übrigen Betriebsaufwand enthalten.

2022 fielen noch Kosten für den Verkauf des Geschäftsbereichs Fenster über CHF 2.5 Mio. an und für den Verkauf gebildete Rückstellungen wurden im Umfang von CHF 1.0 Mio. nicht beansprucht und konnten erfolgswirksam aufgelöst werden.

In der konsolidierten Geldflussrechnung 2021 sind die Geldflüsse aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten, sie werden jedoch nachfolgend verkürzt und gesondert ausgewiesen. Der Geldzufluss aus dem veräusserten Geschäftsbereich sowie die bezahlten Verkaufskosten sind nicht in nachstehender Geldflussrechnung enthalten.

Geldfluss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

in 1 000 CHF

01.01. - 31.08.2021

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

8 460

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

– 6 197

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

– 3 138

In 2021 wurde eine Renditeliegenschaft in Deutschland veräussert. Der Geldzufluss von CHF 2.2 Mio. war in der Geldflussrechnung unter Desinvestitionen Renditeliegenschaften enthalten.

37. Sachanlagen

in 1 000 CHF

Immobilien

Technische Anlagen

Übrige mobile Sachanlagen

Anlagen im Bau und Vorauszahlungen

Total

Nettobuchwert 01.01.2021

 212 743 

 181 431 

 11 225 

 86 038 

 491 437 

Anschaffungswerte

Stand 01.01.2021

 320 953 

 377 748 

 42 446 

 91 784 

 832 931 

Währungsdifferenzen

 – 9 853 

 – 10 054 

 – 970 

 – 4 673 

 – 25 550 

Veränderung Konsolidierungskreis

 10 376 

 7 237 

 1 167 

 

 18 780 

Zugänge

 32 485 

 11 218 

 4 891 

 90 879 

 139 473 

Abgänge

 – 377 

 – 11 023 

 – 2 494 

 – 430 

 – 14 324 

Umgliederung zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 3 096 

 501 

 77 

 7 

 3 680 

Übrige Umgliederungen

 4 992 

 33 332 

 1 075 

 – 40 798 

 – 1 399 

Stand 31.12.2021

 361 672 

 408 959 

 46 192 

 136 769 

 953 591 

Währungsdifferenzen

 – 12 461 

 – 14 709 

 – 1 487 

 – 5 094 

 – 33 751 

Veränderung Konsolidierungskreis

 2 593 

 1 982 

 255 

 

 4 830 

Zugänge

 38 442 

 15 338 

 6 477 

 97 728 

 157 985 

Abgänge

 – 1 617 

 – 15 282 

 – 3 015 

 – 22 

 – 19 936 

Übrige Umgliederungen

 4 125 

 45 187 

 1 281 

 – 62 734 

 – 12 141 

Stand 31.12.2022

 392 754 

 441 475 

 49 703 

 166 647 

 1 050 578 

in 1 000 CHF

Immobilien

Technische Anlagen

Übrige mobile Sachanlagen

Anlagen im Bau und Vorauszahlungen

Total

Kumulierte Abschreibungen

Stand 01.01.2021

 108 210 

 196 317 

 31 221 

 5 746 

 341 494 

Währungsdifferenzen

 – 2 997 

 – 4 296 

 – 575 

 181 

 – 7 687 

Planmässige Abschreibungen

 9 105 

 25 031 

 3 605 

 

 37 741 

Impairment

 

 4 179 

 

 

 4 179 

Abgänge

 – 359 

 – 10 915 

 – 2 407 

 

 – 13 681 

Umgliederung zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 388 

 426 

 62 

 

 876 

Übrige Umgliederungen

 – 12 

 – 285 

 180 

 433 

 316 

Stand 31.12.2021

 114 335 

 210 457 

 32 086 

 6 360 

 363 238 

Währungsdifferenzen

 – 4 098 

 – 7 527 

 – 990 

 949 

 – 11 666 

Planmässige Abschreibungen

 10 386 

 28 131 

 4 500 

 

 43 017 

Abgänge

 – 1 223 

 – 15 162 

 – 2 877 

 

 – 19 262 

Übrige Umgliederungen

 – 63 

 7 356 

 70 

 – 7 133 

 230 

Stand 31.12.2022

 119 337 

 223 255 

 32 789 

 176 

 375 557 

Nettobuchwert 31.12.2021

 247 336 

 198 502 

 14 106 

 130 409 

 590 353 

Nettobuchwert 31.12.2022

 273 416 

 218 220 

 16 914 

 166 471 

 675 021 

2022 wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Im Vorjahr waren in den Anlagen in Bau Fremdkapitalkosten in der Höhe von CHF 0.1 Mio. enthalten.

Vertragliche Verpflichtungen

Es wurden folgende vertraglichen Verpflichtungen (commitments) für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Anlagen zum jeweiligen Bilanzstichtag eingegangen:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Für Sachanlagen

51 976

59 247

Für immaterielle Anlagen

124

136

Total

52 100

59 383

Aus Hypothekarschulden wurden CHF 39.6 Mio. (Vorjahr: CHF 48.7 Mio.) an Aktiven abgetreten oder verpfändet.

38. Leasing

Arbonia mietet diverse Vermögenswerte, einschliesslich Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, Werkzeuge und IT-Ausrüstung. Die Leasingkonditionen werden individuell ausgehandelt und enthalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Nutzungsrechte im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:

in 1 000 CHF

Nutzungsrecht Immobilien

Nutzungsrecht technische Anlagen und Maschinen

Nutzungsrecht übrige mobile Sachanlagen

Total

Nettobuchwert 01.01.2021

 44 203 

 4 318 

 7 936 

 56 457 

Anschaffungswerte

Stand 01.01.2021

 57 784 

 6 095 

 14 748 

 78 627 

Währungsdifferenzen

 – 608 

 – 243 

 – 461 

 – 1 312 

Veränderung Konsolidierungskreis

 446 

 

 122 

 568 

Zugänge

 6 838 

 939 

 2 748 

 10 525 

Abgänge und Neubewertungen

 – 18 748 

 31 

 – 2 246 

 – 20 963 

Umgliederung zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 

 

 64 

 64 

Übrige Umgliederungen

 69 

 – 313 

 – 290 

 – 534 

Stand 31.12.2021

 45 781 

 6 509 

 14 685 

 66 975 

Währungsdifferenzen

 – 909 

 – 247 

 – 561 

 – 1 717 

Veränderung Konsolidierungskreis

 1 922 

 

 12 

 1 934 

Zugänge

 9 307 

 409 

 2 803 

 12 519 

Abgänge und Neubewertungen

 – 31 927 

 – 503 

 – 2 909 

 – 35 339 

Übrige Umgliederungen

 – 10 

 – 749 

 – 149 

 – 908 

Stand 31.12.2022

 24 164 

 5 419 

 13 881 

 43 464 

in 1 000 CHF

Nutzungsrecht Immobilien

Nutzungsrecht technische Anlagen und Maschinen

Nutzungsrecht übrige mobile Sachanlagen

Total

Kumulierte Abschreibungen

Stand 01.01.2021

 13 581 

 1 777 

 6 812 

 22 170 

Währungsdifferenzen

 – 163 

 – 87 

 – 239 

 – 489 

Planmässige Abschreibungen

 4 934 

 887 

 3 847 

 9 668 

Abgänge

 – 6 438 

 – 2 

 – 2 178 

 – 8 618 

Umgliederung zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 

 

 29 

 29 

Übrige Umgliederungen

 

 – 156 

 – 175 

 – 331 

Stand 31.12.2021

 11 914 

 2 419 

 8 096 

 22 429 

Währungsdifferenzen

 – 299 

 – 98 

 – 299 

 – 696 

Planmässige Abschreibungen

 3 889 

 737 

 3 335 

 7 961 

Impairment

 262 

 

 

 262 

Abgänge

 – 6 899 

 – 485 

 – 2 836 

 – 10 220 

Übrige Umgliederungen

 

 – 208 

 – 70 

 – 278 

Stand 31.12.2022

 8 867 

 2 365 

 8 226 

 19 458 

Nettobuchwert 31.12.2021

 33 867 

 4 090 

 6 589 

 44 546 

Nettobuchwert 31.12.2022

 15 297 

 3 054 

 5 655 

 24 006 

Die Abgänge im Nutzungsrecht Immobilien beinhalten das Corporate Center in CH-Arbon über CHF 21.5 Mio. Im 2. Quartal 2022 hat die Arbonia das Corporate Center vorzeitig für CHF 25.1 Mio. zurückgekauft und damit auch den Mietvertrag vorzeigit aufgelöst. Der Mietvertrag wies eine ursprüngliche Laufzeit bis 31.08.2027 auf. Die Leasingververbindlichkeit und die in den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten bilanzierte Kaufpreisverpflichtung wurden gegen das Nutzungsrecht ausgebucht.

Im Vorjahr beinhalteten die Abgänge im Nutzungsrecht Immobilien den bis dahin grössten Mietvertrag der Arbonia, welcher die Miete eines Produktions- und Bürogebäudes in Deutschland der Division Türen betraf. Im Vorjahr erfolgte der Kauf dieser Immobilie und damit die vorzeitige Auflösung des Mietvertrags mit ursprünglicher Laufzeit bis 31.05.2027.

Im übrigen Betriebsaufwand sind folgende Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen enthalten:

in 1 000 CHF

2022

2021

Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse

2 636

2 348

Aufwendungen für geringwertige Leasingverhältnisse (kurzfristige Leasingverhältnisse ausgenommen)

907

512

Aufwendungen für variable Leasingzahlungen

943

617

Total

4 486

3 477

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 13.2 Mio. (Vorjahr: CHF 14.9  Mio.).

Einige Immobilienmietverträge der Arbonia enthalten Verlängerungsoptionen. Die Festlegung der Laufzeit dieser Mietverträge erfordert Ermessensentscheide. Die Beurteilung, ob die Ausübung der Option hinreichend sicher ist, wirkt sich auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses aus, was massgeblichen Einfluss auf die Höhe der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts hat. Arbonia berücksichtigt bei der Beurteilung die Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung dieser Optionen bieten. Die Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt. Per 31.12.2022 wurden mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von CHF 0.9 Mio. (Vorjahr: CHF 1.1 Mio.) nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert werden.

39. Renditeliegenschaften

in 1 000 CHF

Renditeliegenschaften Grundstücke

Renditeliegenschaften Gebäude

Total

Nettobuchwert 01.01.2021

 1 104 

 192 

 1 296 

Anschaffungswerte

Stand 01.01.2021

 1 603 

 24 728 

 26 331 

Stand 31.12.2021

 1 603 

 24 728 

 26 331 

Währungsdifferenzen

 – 66 

 – 4 

 – 70 

Zugänge

 

 3 296 

 3 296 

Übrige Umgliederungen

 4 250 

 236 

 4 486 

Stand 31.12.2022

 5 787 

 28 256 

 34 043 

Kumulierte Abschreibungen

Stand 01.01.2021

 499 

 24 536 

 25 035 

Planmässige Abschreibungen

 

 44 

 44 

Stand 31.12.2021

 499 

 24 580 

 25 079 

Währungsdifferenzen

 – 1 

 

 – 1 

Planmässige Abschreibungen

 

 38 

 38 

Übrige Umgliederungen

 38 

 25 

 63 

Stand 31.12.2022

 536 

 24 643 

 25 179 

Nettobuchwert 31.12.2021

 1 104 

 148 

 1 252 

Nettobuchwert 31.12.2022

 5 251 

 3 613 

 8 864 

Fair Value der Renditeliegenschaften 31.12.2021

 8 705 

Fair Value der Renditeliegenschaften 31.12.2022

 16 994 

Die Mieteinnahmen aus Renditeliegenschaften belaufen sich auf CHF 0.7 Mio. (Vorjahr: CHF 1.3 Mio.) und sind in den anderen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Aufwand für Unterhalt und Reparaturen von Renditeliegenschaften beträgt CHF 0.3 Mio. (Vorjahr: CHF 0.2 Mio.) und ist im übrigen Betriebsaufwand enthalten. Die Fair Values der Renditeliegenschaften sind in der Hierarchiestufe nach IFRS 13 der Ebene 3 für nicht beobachtbare Marktdaten zugeordnet, da sie auf Schätzungen von unabhängigen Liegenschaftsbewertern und internen Schätzungen beruhen.

40. Immaterielles Anlagevermögen

in 1 000 CHF

Marken

Kundenbeziehungen

Technologien

Übrige Immaterielle Werte aus Akquisitionen

Sonstige immaterielle Werte

Total

Goodwill

Nettobuchwert 01.01.2021

 58 452 

 79 174 

 13 350 

 81 

 12 435 

 163 492 

 177 598 

Anschaffungswerte

Stand 01.01.2021

 84 007 

 120 010 

 20 126 

 4 506 

 29 235 

 257 884 

 208 099 

Währungsdifferenzen

 – 3 371 

 – 4 725 

 – 798 

 – 65 

 – 809 

 – 9 768 

 – 6 984 

Veränderung Konsolidierungskreis

 5 951 

 12 466 

 

 

 212 

 18 629 

 8 007 

Zugänge

 

 

 

 

 3 366 

 3 366 

Abgänge

 

 

 

 

 – 2 502 

 – 2 502 

 – 1 500 

Umgliederungen

 

 

 

 

 1 845 

 1 845 

 

Stand 31.12.2021

 86 587 

 127 751 

 19 328 

 4 441 

 31 347 

 269 454 

 207 622 

Währungsdifferenzen

 – 3 733 

 – 5 155 

 – 926 

 – 89 

 – 1 204 

 – 11 107 

 – 7 973 

Veränderung Konsolidierungskreis

 5 638 

 19 426 

 4 800 

 653 

 28 

 30 545 

 11 747 

Zugänge

 

 

 

 

 13 161 

 13 161 

Abgänge

 

 

 

 

 – 915 

 – 915 

 

Umgliederungen

 

 

 

 

 8 607 

 8 607 

 

Stand 31.12.2022

 88 492 

 142 022 

 23 202 

 5 005 

 51 024 

 309 745 

 211 396 

Kumulierte Amortisationen

Stand 01.01.2021

 25 555 

 40 836 

 6 776 

 4 425 

 16 800 

 94 392 

 30 501 

Währungsdifferenzen

 – 1 103 

 – 1 362 

 – 302 

 – 66 

 – 442 

 – 3 275 

 

Planmässige Amortisationen

 6 608 

 8 007 

 1 072 

 28 

 3 809 

 19 524 

 

Impairment

 234 

 234 

 

Abgänge

 

 

 

 

 – 2 502 

 – 2 502 

 – 1 500 

Umgliederungen

 

 

 

 

 – 41 

 – 41 

 

Stand 31.12.2021

 31 060 

 47 481 

 7 546 

 4 387 

 17 858 

 108 332 

 29 001 

Währungsdifferenzen

 – 1 313 

 – 1 701 

 – 352 

 – 85 

 – 538 

 – 3 989 

 

Planmässige Amortisationen

 5 608 

 8 796 

 1 200 

 355 

 4 054 

 20 013 

 

Abgänge

 

 

 

 

 – 915 

 – 915 

 

Stand 31.12.2022

 35 355 

 54 576 

 8 394 

 4 657 

 20 459 

 123 441 

 29 001 

Nettobuchwert 31.12.2021

 55 527 

 80 270 

 11 782 

 54 

 13 489 

 161 122 

 178 621 

Nettobuchwert 31.12.2022

 53 137 

 87 446 

 14 808 

 348 

 30 565 

 186 304 

 182 395 

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden in der Höhe von CHF 12.7 Mio. (Vorjahr: CHF 15.6  Mio.) über die Erfolgsrechnung gebucht, da sie die Kriterien zur Aktivierungsfähigkeit nicht erfüllten. Die Zugänge in den immateriellen Anlagen teilen sich mit CHF 3.3 Mio. (Vorjahr: CHF 0.3 Mio.) auf eigene Entwicklungskosten und CHF 9.9 Mio. (Vorjahr: CHF 3.1 Mio.) auf erworbene oder akquirierte Werte auf. Von den Zugängen in den sonstigen immateriellen Werten entfallen CHF 6.2 Mio. auf Implementierungskosten im Zusammenhang mit der Einführung von SAP S / 4HANA der Division Türen.

Goodwill

Der aus Firmenzusammenschlüssen resp. übernommenen Geschäftseinheiten resultierende Goodwill verteilt sich per 31.12.2022 auf die fünf Cash-Generating Units (CGU) Termovent, Sabiana, Joro Türen, Holz- sowie Glaslösungen. Die Goodwill-Buchwerte pro CGU haben sich 2022 wie folgt verändert:

in 1 000 CHF

Termovent

Sabiana

Joro Türen

Holzlösungen

Glaslösungen

Total

Stand 31.12.2021

7 631

22 641

133 702

14 647

178 621

Akquisition

11 747

11 747

Währungsdifferenzen

– 360

– 1 037

– 132

– 6 444

– 7 973

Stand 31.12.2022

7 271

21 604

11 615

127 258

14 647

182 395

Goodwill Impairmenttests 2022

Die Werthaltigkeit des Goodwill wird jährlich gegen Jahresende beurteilt, aber auch wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich erscheint. Wenn der Buchwert den realisierbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Wertminderung auf diesen Wert. Der realisierbare Wert ist der höhere Wert aus Nutzwert und Marktwert abzüglich Veräusserungskosten.

Die Impairmenttests wurden aufgrund von Nutzwertberechnungen vorgenommen, die auf den prognostizierten Cashflows über die nächsten fünf Jahre basieren. Die Cashflows nach den fünf Planjahren wurden mittels einer ewigen Wachstumsrate extrapoliert. Die verwendeten Zahlen basieren auf einem Budgetjahr und vier Planjahren. Sämtliche verwendeten Planzahlen waren Teil des im Herbst 2022 vom Verwaltungsrat genehmigten Konzern-Mehrjahresplans.

Bei der Nutzwertberechnung für die jährlichen Impairmenttests 2022 wurden die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde gelegt:

in %

Termovent

Sabiana

Joro Türen

Holzlösungen

Glaslösungen

Budgetierte Bruttomarge

40.4

40.6

72.0

54.5

67.7

Ewiges Wachstum

2.5

1.8

2.5

2.1

2.0

Diskontierungssatz

11.4

12.0

11.2

10.8

10.3

Die budgetierten Bruttomargen basieren auf zukünftigen Markteinschätzungen sowie beschlossenen und eingeleiteten Optimierungsmassnahmen. Die Wachstumsraten für das ewige Wachstum basieren auf den allgemeinen Erwartungen in diesen Industriesektoren. Die verwendeten Diskontierungszinssätze wurden vor Steuern berechnet und beinhalten die spezifischen Risiken der entsprechenden CGU.

Basierend auf einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme wurden bei den Sensitivitätsanalysen 2022 höhere Diskontierungssätze, tiefere EBITDA, tiefere Bruttomargen und tiefere ewige Wachstumsraten verwendet, die einzig bei der CGU Holzlösungen zu einem möglichen Impairment führen könnte.

Eine Verminderung der budgetierten Bruttomarge von 54.5% auf 52.5% hätte bei der CGU Holzlösungen zu einem Impairment von CHF 64.8 Mio. geführt. Bei einer budgetierten Bruttomarge von 53.6% wäre der kalkulierte Wert gleich dessen Buchwert. Eine 10%ige Verminderung des EBITDA bei gleichzeitiger Verminderung des ewigen Wachstums von 2.1% auf 1.6% hätte zu einem Impairment von CHF 51.8 Mio. geführt. Bei einer 5.1%igen Verminderung des EBITDA bei gleichzeitiger Verminderung des ewigen Wachstums auf 1.9% wäre der kalkulierte Wert gleich dessen Buchwert.

Goodwill Impairmenttests 2021

Bei der Nutzwertberechnung für die jährlichen Impairmenttests 2021 wurden die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde gelegt:

in %

Termovent

Sabiana

Holzlösungen

Glaslösungen

Budgetierte Bruttomarge

50.3

42.1

55.6

70.1

Ewiges Wachstum

2.0

1.8

1.5

1.3

Diskontierungssatz

10.3

10.5

9.5

9.3

Die budgetierten Bruttomargen basierten auf zukünftigen Markteinschätzungen sowie beschlossenen und eingeleiteten Optimierungsmassnahmen. Die Wachstumsraten für das ewige Wachstum basierten auf den allgemeinen Erwartungen in diesen Industriesektoren. Die verwendeten Diskontierungszinssätze wurden vor Steuern berechnet und beinhalteten die spezifischen Risiken der entsprechenden CGU.

Basierend auf einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme wurden bei den Sensitivitätsanalysen 2021 höhere Diskontierungssätze, tiefere EBITDA, tiefere Bruttomargen und tiefere ewige Wachstumsraten verwendet, die einzig bei der CGU Holzlösungen zu einem möglichen Impairment führen könnte.

Eine Verminderung der budgetierten Bruttomarge von 55.6% auf 53.6% hätte bei der CGU Holzlösungen zu einem Impairment von CHF 63.3 Mio. geführt. Bei einer budgetierten Bruttomarge von 54.6% wäre der kalkulierte Wert gleich dessen Buchwert gewesen. Eine 10%ige Verminderung des EBITDA bei gleichzeitiger Verminderung des ewigen Wachstums von 1.5% auf 1.0% hätte zu einem Impairment von CHF 49.6 Mio. geführt. Bei einer 5.6%igen Verminderung des EBITDA bei gleichzeitiger Verminderung des ewigen Wachstums auf 1.3% wäre der kalkulierte Wert gleich dessen Buchwert gewesen.

41. Akquisitionen

Im Zusammenhang mit den unter Anmerkung 3 aufgeführten Unternehmungen wurden die folgenden Aktiven und Verbindlichkeiten zum Fair Value bewertet:

Akquisitionen 2022

Joro Türen GmbH

in 1 000 CHF

Fair Value

Aktiven

Flüssige Mittel

767

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

845

Übrige Forderungen

572

Warenvorräte

1 920

Aktive Rechnungsabgrenzungen

29

Sachanlagen

1 709

Nutzungsrechte

1 617

Immaterielle Anlagen

10 635

Finanzanlagen

11

Total Aktiven

18 106

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

160

Übrige Verbindlichkeiten

246

Verbindlichkeiten aus Leasing

1 617

Passive Rechnungsabgrenzungen

403

Laufende Steuerverbindlichkeiten

200

Übrige Rückstellungen

25

Rückstellungen für latente Steuern

2 919

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

1 159

Total Verbindlichkeiten

6 730

Erworbene Nettoaktiven

11 376

Goodwill

11 747

Akquisitionspreis

23 123

Kosten der Akquisition

Kaufpreis

20 811

Aufgeschobene Kaufpreiszahlung

2 312

Total Kosten

23 123 

Der Geldfluss aus dieser Transaktion ist wie folgt:

Kaufpreis

20 811

Übernommene flüssige Mittel

– 767

Nettogeldabfluss aus der Transaktion

20 044

Per 16.07.2022 hat die Arbonia 100% der Joro Türen GmbH, DE-Renchen übernommen. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um einen Produzenten von Spezialobjekttüren im Bereich Brand-, Rauch-, Schall- und Einbruchschutz. Durch diese Akquisition erhält die Division Türen den Zugang zum deutschen Objektgeschäft und den Zugang zu umfassenden Zulassungen und Zertifizierungen für Türen mit Sondermassen, die sich auf industriellen Anlagen nicht fertigen lassen. Der Kaufpreis betrug CHF 23.1 Mio. Darin enthalten ist eine aufgeschobene Kaufpreiszahlung von CHF 2.3 Mio. Die erste Tranche von CHF 1.15 Mio. wird im Juli 2023 fällig und die Zweite über CHF 1.15 Mio. im Juli 2024. Ab dem Zeitpunkt der Kontrollübernahme hat Joro einen Nettoumsatz von CHF 4.3  Mio. und einen Gewinn von CHF 1.1 Mio. zum Konzernergebnis beigesteuert. Wäre der Erwerb bereits per 01.01.2022 erfolgt, hätte der Nettoumsatz CHF 8.7  Mio. und der Gewinn unter Berücksichtigung der Amortisationen auf immateriellen Werten aus der Akquisition CHF 1.5  Mio. betragen. Der Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug CHF 1.1  Mio., wovon CHF 0.3 Mio. als uneinbringbare Forderungen betrachtet wurden. Die direkt zurechenbaren Akquisitionskosten betrugen CHF 0.1 Mio. und sind im übrigen Betriebsaufwand 2022 enthalten. Der Goodwill dieser Akquisition ist darauf zurückzuführen, dass gewisse immaterielle Werte die Aktivierungskriterien von IFRS 3 «Unternehmenszusammenschlüsse» per Erwerbszeitpunkt nicht erfüllten. Diese immateriellen Werte bestanden hauptsächlich aus dem Know-how der Arbeitskräfte. Des Weiteren enthielt der Goodwill die erwarteten Synergiepotenziale innerhalb der Division Türen.

Cirelius S.A.

in 1 000 CHF

Fair Value

Aktiven

Flüssige Mittel

2 899

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2 054

Übrige Forderungen

97

Warenvorräte

4 850

Aktive Rechnungsabgrenzungen

38

Sachanlagen

3 121

Nutzungsrechte

316

Immaterielle Anlagen

19 909

Finanzanlagen

37

Total Aktiven

33 321

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

540

Übrige Verbindlichkeiten

773

Verbindlichkeiten aus Leasing

323

Passive Rechnungsabgrenzungen

266

Laufende Steuerverbindlichkeiten

621

Rückstellungen für latente Steuern

4 428

Total Verbindlichkeiten

6 950

Erworbene Nettoaktiven

26 371

Kosten der Akquisition

Kaufpreis

26 371

Total Kosten

26 371 

Der Geldfluss aus dieser Transaktion ist wie folgt:

Kaufpreis

26 371 

Übernommene flüssige Mittel

– 2 899

Nettogeldabfluss aus der Transaktion

23 471 

Per 05.12.2022 hat die Arbonia 100% der Cirelius S.A., PT-Avintes übernommen. Cirelius ist insbesondere auf den Vertrieb von HLK-Systemlösungen für den Wohnungsbau in ganz Portugal spezialisiert und vertreibt unter anderem Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Für die Division HLK bedeutet diese Akquisition eine markante Stärkung ihrer Aktivitäten in den Märkten Portugal und Spanien, wodurch sie eine führende Anbieterin von HLK-Systemlösungen auf der iberischen Halbinsel wird. Der Kaufpreis betrug CHF 26.4 Mio. Da die Akquisition kurz vor dem Jahresende erfolgte, hat die Arbonia aus

Wesentlichkeitsgründen darauf verzichtet, die Erfolgsrechnung der Cirelius zu konsolidieren. Wäre der Erwerb bereits per 01.01.2022 erfolgt, hätte der Nettoumsatz CHF 23.2 Mio. und der Gewinn unter Berücksichtigung der Amortisationen auf immateriellen Werten aus der Akquisition CHF 2.9 Mio. betragen. Der Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug CHF 2.2  Mio., wovon CHF 0.2 Mio. als uneinbringbare Forderungen betrachtet wurden. Die direkt zurechenbaren Akquisitionskosten betrugen CHF 0.2 Mio. und sind im übrigen Betriebsaufwand 2022 enthalten. Die Fair Values der erworbenen Aktiven und Verbindlichkeiten konnten erst auf provisorischer Basis ermittelt werden, da die Übernahme kurz vor Jahresende erfolgte und deshalb noch nicht alle Bewertungen eingehend vorgenommen resp. überprüft werden konnten.

2022 wurden aufgeschobene Kaufpreiszahlungen für Tecna und CICSA über CHF 0.7 Mio. fällig und bezahlt.

Akquisitionen 2021

CICSA Industriales del Calor S.L.

in 1 000 CHF

Fair Value

Aktiven

Flüssige Mittel

1 357

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1 269

Übrige Forderungen

31

Warenvorräte

1 108

Aktive Rechnungsabgrenzungen

12

Sachanlagen

110

Nutzungsrechte

118

Immaterielle Anlagen

8 773

Finanzanlagen

20

Total Aktiven

12 799

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

673

Übrige Verbindlichkeiten

82

Finanzverbindlichkeiten

1 455

Verbindlichkeiten aus Leasing

120

Passive Rechnungsabgrenzungen

62

Laufende Steuerverbindlichkeiten

221

Rückstellungen für latente Steuern

2 190

Total Verbindlichkeiten

4 803

Erworbene Nettoaktiven

7 996

Kosten der Akquisition

Kaufpreis

6 889

Aufgeschobene Kaufpreiszahlung

1 107

Total Kosten

7 996 

Der Geldfluss aus dieser Transaktion ist wie folgt:

Kaufpreis

6 889 

Übernommene flüssige Mittel

– 1 357

Nettogeldabfluss aus der Transaktion

5 531 

Per 30.03.2021 hatte die Arbonia 100% der CICSA Industriales del Calor S.L., ES-Coslada (Madrid), übernommen. Cicsa ist der spanische Marktführer im Vertrieb von Designradiatoren sowie Badheizkörpern. Nach der 2018 erfolgten Übernahme des bereits bestehenden Vertriebspartners für Heizungs-, Lüftungs- und Klimageräte, der TECNA S.L., soll die Akquisition der Cicsa die Vertriebsposition der Division HLK in den Märkten Spanien und Portugal noch weiter stärken. Der Kaufpreis betrug CHF 8.0 Mio. Ab dem Zeitpunkt der Kontrollübernahme hatte Cicsa einen Nettoumsatz von CHF 5.6 Mio. und einen Gewinn von CHF 0.4 Mio. zum Konzernergebnis 2021 beigesteuert. Wäre der Erwerb bereits per 01.01.2021 erfolgt, hätte der Nettoumsatz für 2021 CHF 7.3 Mio. und der Gewinn unter Berücksichtigung der Amortisationen auf immateriellen Werten aus der Akquisition CHF 0.5 Mio. betragen. Sowohl der Brutto- als auch der Nettobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug CHF 1.3 Mio. Die direkt zurechenbaren Akquisitionskosten betrugen CHF 0.2 Mio. und waren im übrigen Betriebsaufwand 2020 und 2021 enthalten.

Termovent Komerc d.o.o.

in 1 000 CHF

Fair Value

Aktiven

Flüssige Mittel

2 210

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3 767

Übrige Forderungen

161

Warenvorräte

1 895

Vertragliche Vermögenswerte

595

Aktive Rechnungsabgrenzungen

747

Sachanlagen

5 472

Nutzungsrechte

428

Immaterielle Anlagen

9 856

Finanzanlagen

76

Total Aktiven

25 207

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 879

Vertragliche Verbindlichkeiten

4 007

Übrige Verbindlichkeiten

519

Finanzverbindlichkeiten

3 404

Verbindlichkeiten aus Leasing

430

Passive Rechnungsabgrenzungen

402

Übrige Rückstellungen

370

Rückstellungen für latente Steuern

1 061

Total Verbindlichkeiten

13 072

Erworbene Nettoaktiven

12 134

Goodwill

8 007

Akquisitionspreis

20 142

Kosten der Akquisition

Kaufpreis

20 142

Total Kosten

20 142 

Der Geldfluss aus dieser Transaktion ist wie folgt:

Kaufpreis

20 142 

Übernommene flüssige Mittel

– 2 210

Nettogeldabfluss aus der Transaktion

17 931 

Per 22.07.2021 hatte die Arbonia 100% der serbischen Termovent Komerc d.o.o., RS-Belgrad übernommen. Für die Division HLK bedeutet die Akquisition dieses etablierten Herstellers gewerblicher Lüftungsgeräte die geografische Erweiterung ihres ganzheitlichen Systemangebots im Bereich Lüftung nach Osteuropa sowie den europaweiten Ausbau ihrer Kompetenz im Bereich Indoor Air Quality, insbesondere Reinräume (Cleanrooms). Der Kaufpreis betrug CHF 20.1 Mio. Ab dem Zeitpunkt der Kontrollübernahme hatte Termovent einen Nettoumsatz von CHF 7.0 Mio. und einen Verlust von CHF – 0.5 Mio. zum Konzernergebnis 2021 beigesteuert. Wäre der Erwerb bereits per 01.01.2021 erfolgt, hätte der Nettoumsatz für 2021 CHF 16.6 Mio. und der Verlust unter Berücksichtigung der Amortisationen auf immateriellen Werten aus der Akquisition CHF – 1.0 Mio. betragen. Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug CHF 4.0 Mio., wovon CHF 0.2 Mio. als uneinbringbare Forderungen betrachtet wurden. Die direkt zurechenbaren Akquisitionskosten betrugen CHF 0.3 Mio. und waren im übrigen Betriebsaufwand 2020 und 2021 enthalten. Der Goodwill dieser Akquisition war darauf zurückzuführen, dass gewisse immaterielle Werte die Aktivierungskriterien von IFRS 3 «Unternehmenszusammenschlüsse» per Erwerbszeitpunkt nicht erfüllten. Diese immateriellen Werte bestanden hauptsächlich aus dem Know-how der Arbeitskräfte. Des Weiteren enthielt der Goodwill die erwarteten Synergiepotenziale innerhalb der Division HLK.

Glasverarbeitungsgesellschaft Deggendorf mbH

in 1 000 CHF

Fair Value

Aktiven

Flüssige Mittel

3 489

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

732

Übrige Forderungen

268

Warenvorräte

832

Aktive Rechnungsabgrenzungen

55

Sachanlagen

13 198

Nutzungsrechte

22

Latente Steuerguthaben

603

Total Aktiven

19 198

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

942

Übrige Verbindlichkeiten

227

Verbindlichkeiten aus Leasing

22

Passive Rechnungsabgrenzungen

970

Übrige Rückstellungen

96

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

9 235

Total Verbindlichkeiten

11 491

Erworbene Nettoaktiven

7 707

Kosten der Akquisition

Kaufpreis

7 707

Total Kosten

7 707 

Der Geldfluss aus dieser Transaktion ist wie folgt:

Kaufpreis

7 707 

Übernommene flüssige Mittel

– 3 489

Nettogeldabfluss aus der Transaktion

4 218 

Per 31.08.2021 hatte die Arbonia 100% der Glasverarbeitungsgesellschaft Deggendorf mbH (GVG), DE-Deggendorf übernommen. 2022 wurde die Gesellschaft in Arbonia Glassysteme GmbH umfirmiert. Die Division Türen hat durch die Integration der Bearbeitung des Rohstoffs Glas in die eigenen Produktionsprozesse die vertikale Wertschöpfungstiefe erhöht. Der Kaufpreis betrug CHF 7.7 Mio. Ab dem Zeitpunkt der Kontrollübernahme hatte GVG einen Nettoumsatz von CHF 4.5 Mio. und einen Gewinn von CHF 0.5 Mio. zum Konzernergebnis 2021 beigesteuert. Wäre der Erwerb bereits per 01.01.2021 erfolgt, hätte der Nettoumsatz für 2021 CHF 11.8 Mio. und der Verlust CHF -0.3 Mio. betragen. Sowohl der Brutto- als auch der Nettobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug CHF 0.7 Mio. Die direkt zurechenbaren Akquisitionskosten betrugen CHF 0.3 Mio. und waren im übrigen Betriebsaufwand 2021 enthalten.

42. Finanzverbindlichkeiten

Die Arbonia hatte am 03.11.2020 einen Konsortialkredit über CHF 250 Mio. aufgenommen. Dieser von einem in- und ausländischen Bankenkonsortium arrangierte Kredit weist eine Laufzeit von fünf Jahren auf, mit der Option, den Vertrag zwei Mal um je ein Jahr zu verlängern. 2021 wurde die erste und 2022 die zweite Verlängerungsoption ausgeübt, sodass die Laufzeit nun bis 2027 geht.

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Schuldscheindarlehen

119 754

125 501

Konsortialkredit

54 434

Hypotheken

6 446

7 725

Bankdarlehen

10 804

884

Total

191 438

134 110

Der Konsortialkredit beinhaltet den Verschuldungsgrad als Covenant. Bei Nichteinhaltung des Covenant können die Banken jederzeit die sofortige Rückzahlung ihres ausstehenden Anteils verlangen. Die Arbonia hat 2022 und 2021 den Covenant eingehalten.

Die Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten sind wie folgt:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Innerhalb eines Jahres

121 586

1 843

In 1 bis 5 Jahren

57 708

118 867

Über 5 Jahre

12 144

13 400

Total

191 438

134 110

Die effektiven Zinssätze für die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag lauten wie folgt:

31.12.2022

EUR

Finanzverbindlichkeiten

2.1%

31.12.2021

EUR

Finanzverbindlichkeiten

1.7%

Der Konsortialkredit sowie die Bankdarlehen sind variabel verzinslich, wohingegen die Schuldscheindarlehen und Hypotheken fest verzinslich sind.

Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten lauten auf folgende Währungen:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

EUR

191 438

133 974

PLN

136

Total

191 438

134 110

43. Finanzinstrumente

Die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Amortisationszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit einem Geldabfluss sind wie folgt:

31.12.2022

in 1 000 CHF

Buchwert

Vertragliche Cashflows

bis 6 Monate

7 bis 12 Monate

in 1 bis 2 Jahren

in 2 bis 5 Jahren

über 5 Jahre

Nicht-derivative Finanzinstrumente

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 92 970 

 92 970 

 92 941 

 29 

 

 

 

Übrige Verbindlichkeiten (ohne Derivate)

 4 927 

 4 927 

 1 941 

 1 184 

 1 802 

 

 

Verbindlichkeiten aus Leasing

 22 119 

 23 305 

 3 884 

 3 525 

 5 502 

 7 102 

 3 292 

Passive Rechnungsabgrenzungen

 40 909 

 40 909 

 40 138 

 771 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten

 191 438 

 198 290 

 123 705 

 1 023 

 2 282 

 58 763 

 12 517 

Total

 352 363 

 360 401 

 262 609 

 6 532 

 9 586 

 65 865 

 15 809 

31.12.2021

in 1 000 CHF

Buchwert

Vertragliche Cashflows

bis 6 Monate

7 bis 12 Monate

in 1 bis 2 Jahren

in 2 bis 5 Jahren

über 5 Jahre

Nicht-derivative Finanzinstrumente

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 133 574 

 133 574 

 133 396 

 178 

 

 

 

Übrige Verbindlichkeiten (ohne Derivate)

 18 244 

 22 633 

 983 

 693 

 957 

 

 20 000 

Verbindlichkeiten aus Leasing

 26 542 

 28 408 

 4 136 

 3 892 

 6 105 

 9 957 

 4 318 

Passive Rechnungsabgrenzungen

 44 600 

 44 600 

 42 722 

 1 878 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten

 134 110 

 142 529 

 3 730 

 1 137 

 61 088 

 62 637 

 13 937 

Derivative Finanzinstrumente

Zinssatz Swaps

 988 

Cash Outflow

 988 

 108 

 102 

 182 

 385 

 211 

Rohstoff Swaps

 58 

Cash Outflow

 58 

 58 

Total

 358 116 

 372 790 

 185 133 

 7 880 

 68 332 

 72 979 

 38 466 

Fremdwährungsbestände wurden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Bei den Zinszahlungen mit variablen Zinssätzen wurden jeweils die am Bilanzstichtag gültigen Konditionen zugrunde gelegt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Fälligkeitsband zugeordnet.

44. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Der Zusammenhang der relevanten Bilanzpositionen mit den Bewertungskategorien nach IFRS 9 und die Bewertung von Finanzinstrumenten zum Fair Value sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Die Tabelle enthält keine Informationen zum Fair Value für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Es sind ebenso keine Angaben zum Zeitwert von Leasingverbindlichkeiten zu machen.

31.12.2022

in 1 000 CHF

FA FVTPL

FA AC

FL FVTPL

FL AC

Buchwert

Fair Value

Ebene 2

Ebene 3

Flüssige Mittel

29 196

29 196

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

109 559

109 559

Derivative Finanzinstrumente

70

70

70

Übrige Forderungen (ohne Derivate)

1 208

1 208

Aktive Rechnungsabgrenzungen

3 198

3 198

Übrige Finanzanlagen

424

424

Darlehen

40

40

40

Aktiven

110

143 585

143 695

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

92 970

92 970

Übrige Verbindlichkeiten (ohne Derivate)

4 927

4 927

Verbindlichkeiten aus Leasing

22 119

22 119

Passive Rechnungsabgrenzungen

40 909

40 909

Schuldscheindarlehen

119 754

119 754

115 761

Konsortialkredit

54 434

54 434

Darlehen

10 804

10 804

Hypotheken

6 446

6 446

6 376

Passiven

 

352 363

352 363

31.12.2021

in 1 000 CHF

FA FVTPL

FA AC

FL FVTPL

FL AC

Buchwert

Fair Value

Ebene 2

Ebene 3

Flüssige Mittel

253 870

253 870

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

106 429

106 429

Derivative Finanzinstrumente

15

15

15

Übrige Forderungen

1 533

1 533

Aktive Rechnungsabgrenzungen

2 010

2 010

Übrige Finanzanlagen

339

339

Darlehen

58

58

58

Aktiven

73

364 181

364 254

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

133 574

133 574

Derivative Finanzinstrumente

1 046

1 046

1 046

Übrige Verbindlichkeiten (ohne Derivate)

18 244

18 244

Verbindlichkeiten aus Leasing

26 542

26 542

Passive Rechnungsabgrenzungen

44 600

44 600

Schuldscheindarlehen

125 501

125 501

127 381

Darlehen

884

884

Hypotheken

7 725

7 725

8 713

Passiven

1 046

357 069

358 116

Die Abkürzungen in der Kopfzeile dieser Übersicht sind unter Anmerkung 9 «Finanzinstrumente» erläutert.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten derivativen Finanzinstrumente betreffen für 2022 Zinsgeschäfte. 2021 waren ebenso noch Rohstoffgeschäfte enthalten. Der Fair Value der Ebene 2 entspricht dem Barwert der erwarteten Zahlungen, welche zu Marktsätzen abdiskontiert werden. Die Ermittlung der Fair Values dieser Geschäfte erfolgt durch die Banken, mit denen diese Transaktionen eingegangen worden sind.

Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr resultierten keine Gewinne/Verluste aus Finanzinstrumenten der Ebene 3. Es fanden ausserdem keine Übertragungen zwischen den Ebenen 1 und 2 statt.

45. Übrige Rückstellungen

in 1 000 CHF

Garantien/ Gewährleistungen

Personal

Restrukturierungen

Belastende Aufträge Objektgeschäft

Übrige

Total

Stand 01.01.2021

 9 803 

 7 559 

 27 

 39 

 2 452 

 19 880 

Währungsdifferenzen

 – 366 

 – 316 

 – 346 

 

 – 86 

 – 1 114 

Veränderung Konsolidierungskreis

 237 

 229 

 

 

 

 466 

Bildung

 8 540 

 2 167 

 10 041 

 16 

 4 496 

 25 260 

Verwendung

 – 7 543 

 – 1 530 

 – 1 033 

 – 39 

 – 1 199 

 – 11 344 

Auflösung

 – 261 

 – 273 

 – 27 

 

 – 398 

 – 959 

Umgliederung zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 114 

 

 

 

 

 114 

Stand 31.12.2021

 10 524 

 7 836 

 8 662 

 16 

 5 265 

 32 303 

Währungsdifferenzen

 – 385 

 – 352 

 – 320 

 

 – 98 

 – 1 155 

Veränderung Konsolidierungskreis

 25 

 

 

 

 

 25 

Bildung

 3 679 

 2 965 

 2 686 

 12 

 136 

 9 478 

Verwendung

 – 6 097 

 – 1 568 

 – 6 363 

 – 4 

 – 685 

 – 14 717 

Auflösung

 – 457 

 – 954 

 – 290 

 

 – 1 385 

 – 3 086 

Stand 31.12.2022

 7 289 

 7 927 

 4 375 

 24 

 3 233 

 22 848 

davon kurzfristig 31.12.2021

 7 178 

 1 648 

 8 662 

 16 

 2 987 

 20 491 

davon kurzfristig 31.12.2022

 4 750 

 1 700 

 4 375 

 23 

 1 382 

 12 230 

Die Verwendung der kurzfristigen Rückstellungen wird im Jahr 2023 erwartet. Die Verwendung der langfristigen Rückstellungen wird wie folgt erwartet:

in 1 000 CHF

Garantien/Gewährleistungen

Personal

Restrukturierungen

Belastende Aufträge Objektgeschäft

Übrige

Total

In 1 bis 5 Jahren

 2 533 

 5 260 

 

 

 1 785 

9 578

Über 5 Jahre

 6 

 967 

 

 

 67 

1 040

Garantien/Gewährleistungen

Die Garantierückstellungen werden pro Auftrag ermittelt. Falls dies wegen der hohen Anzahl von Aufträgen nicht praktikabel ist, werden Richtsätze angewandt, die auf der Erfahrung der Vergangenheit beruhen.

Personal

Die Rückstellungen im Personalbereich beinhalten insbesondere Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen.

Restrukturierungen

Im Dezember 2022 hat die Division Türen angekündigt, die Betriebstätigkeit in Vlotho (DE) einzustellen. Ein Grossteil der 2022 gebildeten Restrukturierungsrückstellung ist auf diesen Sachverhalt zurückzuführen. Ende November 2021 hatte die Division HLK die Produktionsverlagerung und Schliessung des Werkes in Tubbergen (NL) angekündigt. Die gebildete Restrukturierungsrückstellung belief sich auf CHF 8.5 Mio. und 2022 wurden angefallene Kosten von CHF 6.2 Mio. gegen diese Rückstellung gebucht. Die Restrukturierung des Heizkörpergeschäfts wird bis im Frühsommer 2023 abgeschlossen sein.

Übrige

Die übrigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Kosten für Umweltrisiken, Rechtsfälle sowie Risiken, die durch die Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit anfallen können.

46. Latente Steuern

Für alle Abweichungen zwischen den steuerrechtlich relevanten und den konzerneinheitlich festgelegten Werten der Aktiven und Passiven werden wie folgt latente Steuern gebildet:

31.12.2022

31.12.2021

in 1 000 CHF

Latente Guthaben

Latente Schulden

Latente Guthaben

Latente Schulden

Aktiven

Flüssige Mittel

 4 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 484 

 226 

 622 

 150 

Übrige Forderungen

 6 

 134 

 168 

 166 

Warenvorräte

 1 730 

 635 

 1 831 

 546 

Sachanlagen und Nutzungsrechte

 254 

 23 162 

 65 

 22 763 

Renditeliegenschaften

 67 

 320 

 65 

 

Immaterielle Anlagen

 204 

 39 519 

 244 

 37 634 

Überschüsse aus Personalvorsorge und Finanzanlagen

 130 

 3 148 

 

 6 089 

Passiven

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 5 505 

 4 997 

 5 446 

 3 376 

Langfristige Verbindlichkeiten

 2 874 

 858 

 2 703 

 3 233 

Übrige Rückstellungen

 938 

 312 

 1 322 

 340 

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

 3 966 

 4 

 9 575 

 2 

Latente Steuern aus Bewertungsdifferenzen

 16 162 

 73 315 

 22 041 

 74 299 

Latente Steuern aus Verlustvorträgen

 13 658 

 10 749 

Wertberichtigungen von latenten Steuerguthaben

 – 7 104 

 – 3 785 

Latente Steuern vor Verrechnung

 22 716 

 73 315 

 29 005 

 74 299 

Verrechnung von latenten Steuerguthaben und -schulden

 – 18 330 

 – 18 330 

 – 22 100 

 – 22 100 

Total latente Steuern

 4 386 

 54 985 

 6 905 

 52 199 

Von den Überschüssen aus Personalvorsorge und Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden CHF 0.6 Mio. (Vorjahr: CHF 4.7 Mio.) an latenten Steuern über die Gesamtergebnisrechnung erfasst. Sämtliche weiteren Veränderungen auf den Aktiv- und Passivpositionen wurden erfolgswirksam über die Erfolgsrechnung gebucht.

Latente Steuerguthaben für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist.

Im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften bestehen temporäre Differenzen von CHF 59.4 Mio. (Vorjahr: CHF 44.6 Mio.), für welche die Arbonia nach den Ausnahmebestimmungen von IAS 12 keine latenten Steuerpassiven gebildet hat. Es bestehen sowohl für 2022 wie auch 2021 keine abzugsfähigen temporären Differenzen, auf denen keine latenten Steueraktiven gebildet worden sind.

Daraus ergibt sich die folgende Entwicklung der Nettoposition der latenten Steuern:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

45 294

42 059

Veränderung Konsolidierungskreis

7 347

2 649

Veränderung über das sonstige Ergebnis

567

4 660

Erfolgswirksame Veränderungen

– 962

– 2 611

Währungsdifferenzen

– 1 647

– 1 463

Stand 31.12.

50 599

45 294

Nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Steuerliche Verlustvorträge

70 007 

53 496 

davon unter den latenten Ertragssteuern berücksichtigt

– 35 376

– 37 414

Unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge

34 631 

16 082 

Davon verfallen:

In 1 bis 5 Jahren

 

2 990 

In über 5 Jahren

34 631 

13 092 

Total

34 631 

16 082 

Steuereffekt auf unberücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen

7 104 

3 785 

davon entfallen auf Steuersätze unter 15.0%

2 021 

425 

davon entfallen auf Steuersätze zwischen 15.0% und 20.0%

59 

 

davon entfallen auf Steuersätze zwischen 20.1% und 25.0%

4 316 

2 620 

davon entfallen auf Steuersätze zwischen 25.1% und 30.0%

708 

740 

47. Pensionsverpflichtungen

Vorsorgepläne in der Schweiz

Die Schweizer Pläne bezwecken die Umsetzung der gesetzlich geregelten beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge gemäss BVG, welche die Mitarbeitenden planmässig gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität absichert. Es sind teilautonome Vorsorgestiftungen, d. h. die Stiftungen tragen das Risiko Alter vollumfänglich selber. Die Risiken Invalidität und Tod werden ganz (kongruente Rückdeckung) oder teilweise (Stop-Loss-Versicherung) bei schweizerischen Versicherungsgesellschaften rückgedeckt. Die Vorsorgepläne geben den Arbeitnehmern eine Wahlmöglichkeit bezüglich der Höhe der von ihnen jährlich zu entrichtenden Beiträge. Die Beiträge der Arbeitnehmer werden als Prozentsatz des beitragspflichtigen Salärs festgelegt und monatlich in Abzug gebracht. Die Altersrente errechnet sich durch Multiplikation des im Rücktrittsalter vorhandenen Alterssparkapitals mit dem im Rücktrittsalter geltenden reglementarischen Umwandlungssatz. Arbeitnehmer können ferner die gesamte oder einen Teil der Altersrente in Kapitalform beziehen. Die Todesfall- und Invaliditätsleistungen sind in Prozenten des versicherten Lohnes festgelegt.

Bei den Schweizer Vorsorgeeinrichtungen ist der Stiftungsrat gemäss Gesetz das oberste Organ der Stiftung. Die Aufgaben des Stiftungsrats sind im BVG und in den Reglementen der Stiftungen festgelegt. Der Stiftungsrat nimmt die Gesamtleitung wahr und trägt die Gesamtverantwortung. Er setzt sich gemäss den gesetzlichen Bestimmungen aus der gleichen Anzahl von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern (paritätisch) zusammen, sofern die Stiftung BVG-relevante Vorsorgepläne anbietet.

Die versicherungstechnischen Risiken Alter, Tod und Invalidität sowie das Anlagerisiko werden primär durch die Stiftungen getragen. Werden Aufgaben an Dritte übertragen, so übernehmen diese die entsprechenden Risiken (Versicherungsgesellschaften, externe Pensionskassenverwaltung etc.).

Ein ungünstiger Verlauf der von den teil- und autonomen Stiftungen getragenen Risiken kann nach BVG zu einer Unterdeckung der betroffenen Stiftung führen. Das BVG gestattet eine vorübergehende Unterdeckung, der Stiftungsrat muss jedoch die erforderlichen Sanierungsmassnahmen einleiten, um die Unterdeckung innerhalb von maximal zehn Jahren zu beheben. Es könnten zusätzliche Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge anfallen, wenn der Schweizer Vorsorgeplan eine signifikante Unterdeckung gemäss BVG aufweist. In diesen Fällen wird das Risiko von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermassen getragen und der Arbeitgeber ist gesetzlich nicht verpflichtet, mehr als 50% der zusätzlichen Beiträge zu übernehmen.

Die Anlagestrategie der Schweizer Vorsorgepläne entspricht dem BVG, einschliesslich der Regeln und Vorschriften zur Diversifikation des Planvermögens. Die Beurteilung der Sicherheit in der Vermögensanlage erfolgt bei den teilautonomen Stiftungen insbesondere in Würdigung der gesamten Aktiven und Passiven sowie der Struktur und der zu erwartenden Entwicklung des Versichertenbestandes.

Vorsorgepläne in Deutschland

Die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland unterliegt dem Betriebsrentengesetz. Als Durchführungsweg wurde bei den deutschen Vorsorgeplänen die Direktzusage gewählt. Zur Finanzierung der Versorgungspläne für zukünftige Zahlungsverpflichtungen werden Pensionsrückstellungen gemäss den entsprechenden Vorschriften gebildet. Der Arbeitgeber hat den Mitarbeitenden Zusagen gemäss gewisser Leistungsordnungen erteilt. Die Vorsorgepläne sind Leistungszusagen und gewähren den gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeitenden Leistungen im Falle des Erreichens der Altersgrenze, von Invalidität sowie im Falle des Todes. Die jeweils fällig werdenden Leistungen werden direkt bei Fälligkeit von der Gesellschaft an den Begünstigten ausgezahlt.

In der Konzernrechnung sind folgende Beträge enthalten:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Barwert der Pensionsverpflichtungen mit ausgesondertem Vermögen

113 997 

130 659 

Beizulegender Zeitwert des ausgesonderten Vermögens

154 418 

169 835 

Überdeckung

– 40 421

– 39 176

Barwert der Pensionsverpflichtungen ohne ausgesondertes Vermögen

42 331 

61 846 

Effekt der Begrenzung der Vermögenswerte

35 547 

 

Pensionsverpflichtungen netto aus leistungsorientierten Plänen

37 457 

22 670 

davon in den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen berücksichtigt

42 336 

62 374 

davon in den Überschüssen aus Personalvorsorge berücksichtigt

– 4 879

– 39 704

Der Nachweis des Barwerts der Pensionsverpflichtungen errechnet sich wie folgt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

192 505 

178 159 

Veränderung Konsolidierungskreis

1 159 

9 234 

Zinsaufwand

1 355 

905 

Zuwachs der Vorsorgeansprüche

5 413 

5 776 

Beiträge der Arbeitnehmer

2 494 

2 394 

Ausbezahlte Leistungen

– 8 116

– 5 995

Versicherungsmathematische Gewinne aus Änderung von demographischen Annahmen

 

– 5 248

Versicherungsmathematische Gewinne aus Änderung von finanziellen Annahmen

– 36 856

– 6 981

Versicherungsmathematische Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen

827 

3 761 

Sonstige Transfers

296 

Administrationskosten

62 

60 

Umgliederung aus/in Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten

 

13 283 

Währungsdifferenzen

– 2 811

– 2 844

Stand 31.12.

156 327 

192 505 

davon entfallend auf Aktive

96 678 

117 054 

davon entfallend auf Rentner

54 307 

68 284 

davon entfallend auf anspruchsberechtigte Ausgeschiedene

5 342 

7 167 

Der Nachweis des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens errechnet sich wie folgt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Stand 01.01.

169 833 

132 758 

Zinsertrag

628 

265 

Rendite des Planvermögens (ohne Zinsertrag)

– 15 707

18 981 

Beiträge des Arbeitgebers

5 228 

5 051 

Beiträge der Arbeitnehmer

2 494 

2 394 

Ausbezahlte Leistungen

– 8 116

– 5 995

Sonstige Transfers

296 

Umgliederung aus / in zur Veräusserung gehaltener Vermögenswerte

 

16 595 

Währungsdifferenzen

– 239

– 217

Stand 31.12.

154 416 

169 833 

Der Nachweis des Effekts der Begrenzung der Vermögenswerte errechnet sich wie folgt:

in 1 000 CHF

2022

Stand 01.01.

Veränderung des Effekts der Begrenzung der Vermögenswerte (ohne Zinsaufwand)

35 547 

Stand 31.12.

35 547 

Der Nachweis der im sonstigen Ergebnis enthaltenen Neubewertung der Pensionsverpflichtungen errechnet sich wie folgt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Versicherungsmathematische Gewinne

– 36 029

– 8 468

Versicherungsmathematische Gewinne aufgegebene Geschäftsbereiche

 

– 7 342

Rendite des Planvermögens (ohne Zinsertrag)

15 707 

– 26 549

Veränderung des Effekts der Begrenzung der Vermögenswerte (ohne Zinsaufwand)

35 547 

 

Neubewertung der Pensionsverpflichtungen

15 224 

– 42 359

Der Nachweis des Vorsorgeaufwandes errechnet sich wie folgt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Zuwachs der Vorsorgeansprüche

5 413 

5 776 

Nettozinsergebnis

727 

639 

Administrationskosten

62 

60 

Total Nettoaufwand für leistungsorientierte Pläne

6 202 

6 476 

davon im Personalaufwand berücksichtigt

5 475 

5 837 

davon im Finanzergebnis berücksichtigt

727 

639 

Die wichtigsten versicherungstechnischen Annahmen für die Bewertung der Vorsorgeeinrichtungen:

Gewichteter Durchschnitt

2022

2021

Diskontierungssatz per 31.12.

2.8%

0.7%

Lohnsteigerungen

2.1%

1.3%

Rentenanpassungen

0.6%

0.6%

Sterbetafel

Schweiz

BVG 2020 GT

BVG 2020 GT

Deutschland

HB 2018 GT

HB 2018 GT

Die Sensitivität der Pensionsverpflichtungen aufgrund Änderungen von wesentlichen Annahmen sieht wie folgt aus:

Einfluss auf Pensionsverpflichtungen

Annahmenänderung

2022

2021

Diskontierungssatz

– 0.25%

4 757

7 509

+ 0.25%

– 4 491

– 7 080

Lohnsteigerungen

– 0.25%

– 509

– 766

+ 0.25%

504

769

Lebenserwartung

+ 1 Jahr

3 180

5 539

– 1 Jahr

– 3 250

– 5 552

Vorsorgeansprüche 2023 mit Diskontierungssatz

+ 0.25%

– 217

– 317

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Vorsorgepläne beträgt 12.7 Jahre (Vorjahr: 15.6 Jahre).

Die oben aufgeführten Sensitivitätsanalysen basieren auf einer Änderung in einer Annahme, währenddessen alle anderen Annahmen gleich bleiben. In der Realität ist dies eher unwahrscheinlich, da gewisse Annahmen miteinander korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivitäten der Pensionsverpflichtungen mit den wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode (Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen berechnet mit der Anwartschaftsbarwertmethode per Jahresende) wie zur Berechnung der Pensionsverpflichtung in der vorliegenden Konzernrechnung angewendet.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens unterteilt sich in folgende Kategorien:

in 1 000 CHF

kotiert

nicht kotiert

31.12.2022 Total

kotiert

nicht kotiert

31.12.2021 Total

Flüssige Mittel

7 287 

7 287 

7 202 

7 202 

Aktien

41 204 

41 204 

52 114 

52 114 

Obligationen

26 241 

26 241 

29 125 

29 125 

Immobilien

8 818 

56 983 

65 801 

8 473 

58 146 

66 619 

Andere Vermögenswerte

8 557 

5 326 

13 883 

9 701 

5 072 

14 773 

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

84 820

69 596

154 416

99 413

70 420

169 833

Die Kategorie «Andere Vermögenswerte» enthält Vermögen aus seit Längerem gekündigten und somit auslaufenden Vollversicherungsverträgen.

Das erwartete Fälligkeitsprofil für Leistungen von Pensionsplänen ohne ausgesondertes Vermögen stellt sich wie folgt dar:

in 1 000 CHF

Innerhalb eines Jahres

in 1 bis 2 Jahren

in 2 bis 5 Jahren

nächste 5 Jahre

Pensionsleistungen

1 618

1 791

6 093

12 155

Die erwarteten Beiträge an die Vorsorgeeinrichtungen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf CHF 7.7 Mio. (Vorjahr: CHF 7.3 Mio.). Davon entfallen CHF 5.2 Mio. (Vorjahr: CHF 4.9 Mio.) auf den Arbeitgeber.

48. Aktienkapital

Die Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022

31.12.2021

Titelkategorie

Anzahl ausgegeben

Nominalwert in CHF

Aktienkapital in CHF

Anzahl ausgegeben

Nominalwert in CHF

Aktienkapital in CHF

Namenaktien

69 473 243 

4.20

 291 787 621 

 69 473 243 

4.20

 291 787 621 

Die vorgeschlagene Ausschüttung je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf CHF 0.30 (Vorjahr: CHF 0.30).

Am 22.04.2022 hat die Generalversammlung der Arbonia AG u.a. folgende Beschlüsse gefasst: Ermächtigung des Verwaltungsrats zur Schaffung von zusätzlichem Aktienkapital im Maximalbetrag von CHF 29 148 000 durch Ausgabe von höchstens 6 940 000 vollständig zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 4.20 bis zum 22.04.2024 (genehmigte Kapitalerhöhung). Das Aktienkapital im Maximalbetrag von CHF 29 148 000 durch Ausgabe von höchstens 6 940 000 vollständig zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 4.20 zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Die genehmigte und die bedingte Kapitalerhöhung zusammen sind begrenzt auf ein zusätzliches Aktienkapital von CHF 29 148 000.

Konzernergebnis pro Aktie

2022

2021

Konzernergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (in 1 000 CHF) nach Minderheiten

20 672 

27 540 

Konzernergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (in 1 000 CHF) nach Minderheiten

– 1 545

111 190 

Konzernergebnis (in 1 000 CHF)

19 127 

138 730 

Ausstehende Anzahl Aktien (gewichtet)

69 473 243 

69 473 243 

Abzüglich Anzahl eigener Aktien (gewichtet)

– 526 858

– 309 282

Ausstehende Anzahl Aktien (gewichtet) zur Berechnung

68 946 385 

69 163 962 

Es findet keine Verwässerung statt.

49. Eigene Aktien

2022

2021

Ø Kurs in CHF

Anzahl Aktien

Betrag in 1 000 CHF

Ø Kurs in CHF

Anzahl Aktien

Betrag in 1 000 CHF

Stand 01.01.

15.36

350 373

5 383

8.70

282 386

2 456

Abgabe für aktienbasierte Vergütungen

15.64

– 164 084

– 2 566

10.85

– 307 758

– 3 340

Kauf

13.73

924 733

12 698

16.68

375 745

6 266

Stand 31.12.

13.96

1 111 022

15 514

15.36

350 373

5 383

50. Sonstiges Ergebnis und andere Reserven

Das sonstige Ergebnis nach Ertragssteuern stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022

31.12.2021

in 1 000 CHF

Andere Reserven

Gewinn- reserven

Total sonstiges Ergebnis

Andere Reserven

Gewinn- reserven

Total sonstiges Ergebnis

Neubewertung Pensionsverpflichtungen

 – 15 224 

 – 15 224 

 42 359 

 42 359 

Einfluss latenter Steuern

 – 567 

 – 567 

 – 6 510 

 – 6 510 

Total der Bestandteile ohne Umgliederung in die Erfolgsrechnung

 – 15 792 

 – 15 792 

 35 849 

 35 849 

Währungsumrechnungsdifferenzen

 – 28 971 

 – 28 971 

 – 21 140 

 – 21 140 

In Erfolgsrechnung übertragene kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen

 

 

 31 391 

 31 391 

Total der Bestandteile mit Umgliederung in die Erfolgsrechnung

 – 28 971 

 – 28 971 

 10 251 

 10 251 

Total sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern

 – 28 971 

 – 15 792 

 – 44 763 

 10 251 

 35 849 

 46 100 

Andere Reserven

in 1 000 CHF

Währungs- einflüsse

Total

Stand 31.12.2020

– 108 710

– 108 710

Währungseinflüsse

10 251 

10 251 

Stand 31.12.2021

– 98 459

– 98 459

Währungseinflüsse

– 28 971

– 28 971

Stand 31.12.2022

– 127 430

– 127 430

51. Finanzergebnis

in 1 000 CHF

2022

2021

Finanzertrag

Zinsen Banken und Übrige

263

20

Zinsen auf Nettopensionsvermögen

137

19

Total Zinsertrag

400

39

Kursgewinne derivative Finanzinstrumente

993

453

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen

1 263

 

Währungsgewinn aus Verkauf / Liquidation Tochtergesellschaften

 

125

Übriger Finanzertrag

18

4

Total übriger Finanzertrag

2 274

582

Total Finanzertrag

2 674

621

Finanzaufwand

Zinsen Banken und Übrige

283

715

Zinsen Leasing

538

919

Zinsen langfristiger Finanzierungen und Konsortialkredit

2 246

2 370

Zinsen auf Nettopensionsverpflichtungen

865

658

Aufzinsung Verbindlichkeiten

230

815

Total Zinsaufwand

4 162

5 477

Einfluss aus Fremdwährungen

4 497

1 627

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen

 

1 060

Bankspesen und übriger Finanzaufwand

1 211

1 841

Total übriger Finanzaufwand

5 708

4 528

Total Finanzaufwand

9 870

10 005

Total Finanzergebnis netto

– 7 196

– 9 384

Die Klassifizierung des Finanzergebnisses der Finanzinstrumente in die Kategorien nach IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:

in 1 000 CHF

2022

2021

Gesamtzinsertrag aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FA AC)

263

20

Gesamtzinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FL AC)

3 297

4 819

Nettogewinn aus finanziellen Vermögenswerten / Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (FA / FL FVTPL)

993

453

Gebührenaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten / Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FA / FL AC)

1 237

1 836

52. Steuern

in 1 000 CHF

2022

2021

Laufende Ertragssteuern

 10 108 

 18 995 

Veränderung latente Steuern

 – 962 

 – 2 611 

Total

 9 146 

 16 384 

Die Steuern auf dem Konzernergebnis vor Steuern weichen vom theoretischen Betrag, der sich bei der Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in 1 000 CHF

2022

2021

Konzernergebnis vor Steuern

29 818

43 924

Gewichteter durchschnittlicher Konzernsteuersatz in %

24.1

26.0

Erwarteter Steueraufwand

7 195

11 435

Anpassungen zum ausgewiesenen Steueraufwand

Verwendung von nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen

– 16

– 69

Nicht aktivierte Periodenverluste

3 076

2 682

Einfluss aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen und aus nicht zu versteuernden Erträgen

– 159

2 636

Einfluss aus steuerlichen Aufwendungen und Erträgen mit besonderen Steuersätzen

347

732

Abgrenzungsdifferenzen aus dem Vorjahr

– 697

– 365

Einfluss aus Steuersatzänderungen

– 479

– 445

Einfluss aus Veränderung latenter Steueraktiven

 

60

Übrige Einflüsse

– 121

– 282

Effektiver Steueraufwand

9 146

16 384

Effektiver Steuersatz in %

30.7

37.3

Der gewichtete Steuersatz errechnet sich aus den voraussichtlich anwendbaren Gewinnsteuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten.

Der erwartete gewichtete Steuersatz hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Gegenüber 2021 gab es keine wesentlichen Änderungen bei den lokalen Steuersätzen.

Globale Mindestbesteuerung

Um die Bedenken über die ungleiche Gewinnverteilung und die ungleichen Steuerabgaben grosser multinationaler Unternehmen zu adressieren, wurden auf globaler Ebene verschiedene Einigungen getroffen, darunter eine Einigung von über 135 Ländern über die Einführung eines globalen Mindeststeuersatzes von 15%. Im Dezember 2021 veröffentlichte die OECD einen Entwurf für einen Rechtsrahmen, gefolgt von detaillierten Leitlinien im März 2022, die von den einzelnen Ländern, die das Abkommen unterzeichnet haben, zur Änderung ihrer lokalen Steuergesetze verwendet werden sollen. Sobald die Änderungen der Steuergesetze in den Ländern, in denen Arbonia tätig ist, gelten oder in Kürze gelten werden, kann der Konzern der Mindeststeuer unterliegen. Zum Zeitpunkt der Freigabe der konsolidierten Jahresrechnung 2022 durch den Verwaltungsrat gilt die Steuergesetzgebung im Zusammenhang mit der Mindeststeuer weder in einem der Länder, in denen Arbonia tätig ist, noch wird sie dort in Kürze gelten. Arbonia verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem der Konzern tätig ist. Per 31.12.2022 verfügte Arbonia nicht über ausreichende Informationen, um die möglichen quantitativen Auswirkungen zu bestimmen.

53. Finanzrisikomanagement 

Grundsätze des Risikomanagements

Im Konzern besteht ein zentralisiertes Risikomanagementsystem. Das Risikomanagement wird gemäss internen Richtlinien durchgeführt. Dabei wurden alle möglichen und wesentlichen Risiken identifiziert und bezüglich der Eintretenswahrscheinlichkeit, des Reputationsschadens und der Auswirkungen bewertet. Insgesamt wurden in diesem Geschäftsjahr keine Risiken identifiziert, die zu einer wesentlichen Korrektur der im Konzernabschluss dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

Durch seine internationale Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken wie Kredit-, Liquiditäts- und anderen Marktrisiken ausgesetzt. Vorrangiges Ziel des Risikomanagements ist es, die finanziellen Risiken für den Bestand (Liquiditäts- und Ausfallrisiken) und die Ertragskraft (Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- und Preisrisiken) bei jederzeit ausreichender Zahlungsbereitschaft zu begrenzen. Risikobegrenzung bedeutet nicht den völligen Ausschluss, sondern die ökonomisch sinnvolle Steuerung finanzieller Risiken innerhalb vorgegebener Handlungsrahmen. Der Konzern setzt je nach Einschätzung derivative und nicht derivative Finanzinstrumente zur Absicherung bestimmter Risiken ein. Zur Minimierung finanzieller Ausfallrisiken werden derivative Finanzinstrumente nur mit denjenigen Banken abgeschlossen, welche als Gruppenbanken in der Treasury Policy definiert sind.

Im Konzern bestehen Grundsätze und Richtlinien zum Finanzmanagement, die den Umgang mit Fremdwährungs-, Zinsänderungs-, Rohstoff- und Kreditrisiken, den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente sowie die Bewirtschaftung der nicht betriebsnotwendigen Liquidität regeln. Die durch den Verwaltungsrat verabschiedeten Richtlinien zum Risikomanagement werden zentral durch das Konzern-Treasury, aber in enger Zusammenarbeit mit den Divisionen, umgesetzt.

Finanzielle Ressourcen des Konzerns werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Die eingesetzten Derivate zielen darauf ab, Grundgeschäfte abzusichern.

Kreditausfallrisiko

Kreditrisiken ergeben sich aus der Möglichkeit, dass die Gegenpartei einer Transaktion unfähig oder nicht willens ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Das Kreditrisiko betrifft die finanziellen Vermögenswerte (siehe Anmerkung 44) sowie die vertraglichen Vermögenswerte (siehe Anmerkung 33).

Das Kredit- resp. Ausfallrisiko für Forderungen und vertragliche Vermögenswerte wird dezentral von den einzelnen Konzerngesellschaften überwacht und durch Vergabe von Kreditlimiten aufgrund von systematisch und regelmässig durchgeführten Bonitätsprüfungen begrenzt. Im Konzern bestehen dafür entsprechende Richtlinien, welche die laufende Überprüfung und Wertberichtigung der offenen Positionen zum Ziel haben. Aufgrund der breiten Streuung des Kundenportfolios in verschiedene Geschäftsbereiche und geografische Regionen, der Möglichkeit zur Errichtung von Bauhandwerkerpfandrechten und der Inanspruchnahme von Kreditversicherungen ist das Kreditrisiko begrenzt. Die 10 grössten Debitoren der Arbonia weisen per Bilanzstichtag einen Anteil von 25.9% (Vorjahr: 22.3%) am Bestand auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf. Die 10 grössten Kunden erwirtschafteten im Berichtsjahr einen Anteil von 23.5% (Vorjahr: 23.9%) am Nettoumsatz des Konzerns.

Zur Minimierung finanzieller Ausfallrisiken werden flüssige Mittel, Festgeldanlagen und derivative Finanzinstrumente nur bei denjenigen Banken angelegt resp. abgeschlossen, welche als Gruppenbanken in der Treasury Policy definiert wurden. Per Bilanzstichtag wiesen die drei grössten Bankinstitute einen Anteil an den gesamten flüssigen Mitteln von 68%/8%/5% (Vorjahr: 24%/17%/15%) auf.

Das maximale Kreditrisiko entspricht den unter Anmerkung 44 ausgewiesenen Buchwerten bzw. den Fair Values für die Kategorien «erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» (FA FVTPL) und «zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet» (FA AC) der finanziellen Vermögenswerte und den unter Anmerkung 33 ausgewiesenen Buchwerten der vertraglichen Vermögenswerten. Sofern vorhanden, sind darin die derivativen Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ergibt sich aus dem Umstand, dass der Konzern nicht fähig sein könnte, die finanziellen Mittel zu beschaffen, die zur Begleichung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen bei Fälligkeit notwendig sind.

Die Liquidität, Anlagen, Finanzierung und Tilgung werden durch das Konzern-Treasury laufend überwacht und gesteuert. Normstrategie ist die fristen- und währungskongruente Gestaltung der Finanzierungsstruktur jeder einzelnen Konzerngesellschaft. Der geplante Liquiditätsbedarf muss für den Planungshorizont durch Linienvereinbarungen oder Eigenfinanzierungen innerhalb des Konzerns und/oder durch Banken abgesichert werden. Mittels rollender monatlicher Cashflow-Prognosen über einen Planungshorizont von 12 Monaten wird die zukünftige Entwicklung der Liquidität antizipiert, um frühzeitig Massnahmen bei einer Über- bzw. Unterdeckung zu treffen. Die Arbonia überwacht ihr Liquiditätsrisiko mittels eines konsolidierten Liquiditätsplans und unter Berücksichtigung von zusätzlichen Finanzierungsquellen, wie beispielsweise nicht ausgeschöpfte Kreditlimiten. Aufgrund von saisonalen Schwankungen sinkt im Frühjahr die Liquidität und baut sich in der zweiten Jahreshälfte normalerweise wieder auf.

Die Situation der verfügbaren Liquidität präsentiert sich per Bilanzstichtag wie folgt:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Flüssige Mittel

29 196

253 870

+ nicht ausgeschöpfte Kreditlimiten

210 404

261 793

Total verfügbare Liquidität

239 600

515 663

Der 2020 neu aufgenommene Konsortialkredit beinhaltet den Verschuldungsgrad als Covenant. Bei Nichteinhaltung des Covenant können die Banken jederzeit die sofortige Rückzahlung ihres ausstehenden Anteils verlangen. Die Arbonia hat 2022 und 2021 den Covenant eingehalten.

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 7 sind unter Anmerkung 43 dargestellt.

Marktrisiko

(a) Fremdwährungsrisiko

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns ergeben sich Fremdwährungsrisiken, die auf den Wechselkursänderungen verschiedener Währungen basieren. Für die Arbonia sind dies vor allem der EUR, der PLN, die CZK und der RUB.

Ein Fremdwährungsrisiko ergibt sich aus Transaktionen (transaction risk), die nicht in der funktionalen Währung der Konzerngesellschaften abgewickelt werden. Konzerngesellschaften können ihre Nettorisikoposition für die Periode des Risikohorizonts mit Sicherungsgeschäften beim Konzern-Treasury absichern. Die Risikoposition für die Arbonia ergibt sich aus der Summe der Nettorisikopositionen der Konzerngesellschaften und wird durch das Konzern-Treasury mittels Währungstermingeschäften in der jeweiligen Fremdwährung mit externen Kontrahenten abgesichert. Die Absicherungsquote hängt von der Laufzeit und Währung der Risikoposition ab und wird von Fall zu Fall festgelegt.

Umrechnungsdifferenzen (translation risk) ergeben sich auch bei der Konsolidierung der in Fremdwährungen erstellten Abschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften in CHF. Die Umrechnung beeinflusst die Höhe des Ergebnisses und der Gesamtergebnisrechnung. Das bedeutendste Risiko aus Umrechnungsdifferenzen stellt für den Konzern der EUR dar. Die Auswirkungen solcher Wechselkursschwankungen auf die bedeutenden Nettoinvestitionen werden möglichst mit natürlichen Absicherungen durch Verbindlichkeiten in dieser Währung gesichert.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkung einer realistischen Änderung einer Fremdwährung auf das Konzernergebnis und das Eigenkapital aufzeigen. Die Auswirkungen werden aufgrund des Bestands der Finanzinstrumente per Bilanzstichtag berechnet. Dabei wird unterstellt, dass sämtliche übrigen Variablen unverändert bleiben. Translation Risks aus der Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften sind in nachstehender Tabelle nicht enthalten.

Eine 5%ige Erhöhung (Reduktion) des EUR gegenüber dem CHF (Vorjahr: 5%), eine 5%ige Erhöhung (Reduktion) der CZK gegenüber dem CHF (Vorjahr: 5%), eine 5%ige Erhöhung (Reduktion) der PLN gegenüber dem CHF (Vorjahr: 5%), resp. eine 5%ige Erhöhung (Reduktion) des RUB gegenüber dem CHF (Vorjahr: 5%) hätten per Bilanzstichtag die nachfolgend aufgeführten Effekte auf das Konzernergebnis der Arbonia:

in 1 000 CHF

31.12.2022

EUR / CHF

CZK / CHF

PLN / CHF

RUB / CHF

Unterstellte Änderung

5.0%

5.0%

5.0%

5.0%

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

2 480

687

223

244

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 2 480

– 687

– 223

– 244

in 1 000 CHF

31.12.2021

EUR / CHF

CZK / CHF

PLN / CHF

RUB / CHF

Unterstellte Änderung

5.0%

5.0%

5.0%

5.0%

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

2 677

259

307

422

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 2 677

– 259

– 307

– 422

(b) Zinssatzrisiko

Zinssatzrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Zinssatzschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsertrages und -aufwandes der verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zusätzlich können sie sich, wie nachfolgend unter den Marktrisiken dargelegt, auf den Fair Value gewisser finanzieller Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente auswirken.

Die Konzerngesellschaften finanzieren sich ausschliesslich zu marktkonformen Konditionen über das Konzern-Treasury und nur in Ausnahmefällen und nach vorgängiger Genehmigung durch den Group CFO dezentral. Auch die Anlage überschüssiger Liquidität erfolgt (mit Ausnahme von Russland) über das Konzern-Treasury. Als Normstrategie für den Konzern und die Konzerngesellschaften gilt, dass die zinstragenden Finanztransaktionen hinsichtlich Kapital- und Zinsbindung immer mit dem zugrunde liegenden Bedarf ausgestattet sind. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie Zins-Swaps oder Zinsoptionen erfolgt fallweise durch das Konzern-Treasury und nur nach Abstimmung mit oder auf Anweisung des Group CFO.

Zur Darstellung von Zinsänderungsrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkung einer realistischen Änderung von Marktzinssätzen auf das Konzernergebnis und das Eigenkapital aufzeigen. Die Auswirkungen werden aufgrund des Bestands der Finanzinstrumente per Bilanzstichtag berechnet. Dabei wird unterstellt, dass sämtliche übrigen Variablen unverändert bleiben und der Bestand der Finanzinstrumente per Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente mit einer festen Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Eine Erhöhung (Reduktion) des Marktzinsniveaus per Bilanzstichtag um 50 Basispunkte bei den CHF-Zinssätzen (Vorjahr: 50 Basispunkte), resp. um 50 Basispunkte bei den EUR-Zinssätzen (Vorjahr: 50 Basispunkte) hätte die nachfolgend aufgeführten Effekte auf das Konzernergebnis der Arbonia:

in 1 000 CHF

31.12.2022

CHF Zinssatz

EUR Zinssatz

Unterstellte Änderung in Basispunkten

50

50

Variabel verzinste Finanzinstrumente

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

6

– 157

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 6

157

Zinssatz Swaps

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

82

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 82

in 1 000 CHF

31.12.2021

CHF Zinssatz

EUR Zinssatz

Unterstellte Änderung in Basispunkten

50

50

Variabel verzinste Finanzinstrumente

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

843

202

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 843

– 202

Zinssatz Swaps

Auswirkung einer Erhöhung auf das Konzernergebnis

134

Auswirkung einer Reduktion auf das Konzernergebnis

– 134

(c) Andere Marktrisiken

Fair Value Risiko

Veränderungen der Fair Values von finanziellen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten oder Finanzinstrumenten können Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkung einer vernünftigerweise möglichen Änderung von Risikovariablen wie Börsenkurse, Indizes usw. auf Preise von Finanzinstrumenten auf das Konzernergebnis und das Eigenkapital aufzeigen.

Kapital-Management

Das Ziel der Arbonia ist eine starke Eigenkapitalbasis, um die zukünftige Entwicklung des Konzerns sicherzustellen. Die nachhaltige Eigenkapitalquote soll sich in einer Bandbreite von 45% bis 55% bewegen. Das Eigenkapital weist per Bilanzstichtag eine Quote von 65.0% (Vorjahr: 64.3%) auf. Die leichte Zunahme der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr ist auf die gesunkene Bilanzsumme als Folge der starken Abnahme der flüssigen Mittel zurückzuführen.

Bezüglich des noch vorhandenen Maximalbetrags für die Schaffung von neuem Aktienkapital durch eine bedingte und / oder genehmigte Kapitalerhöhung, siehe Anmerkung 48.

Die Arbonia ist bezüglich Eigenkapital-Hinterlegungs-Vorschriften keinen Aufsichtsbehörden unterstellt.

54. Derivative Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die bilanzierten Fair Values der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente per Bilanzstichtag dargestellt:

in 1 000 CHF

31.12.2022

31.12.2021

Zinsgeschäfte ohne Hedge-Beziehung

70

Rohstoff-Geschäfte ohne Hedge-Beziehung

15

Passiven

Zinsgeschäfte ohne Hedge-Beziehung

988

Rohstoff-Geschäfte ohne Hedge-Beziehung

58

Zinsgeschäfte werden zur Absicherung des Zinsrisikos abgeschlossen, also zur Sicherung variabler Zinssätze auf Finanzverbindlichkeiten in fixierte Zinssätze.

Rohstoff-Geschäfte werden zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken getätigt. Die im Vorjahr offenen Geschäfte betrafen Absicherungen des Stahlpreises.

55. Zusatzinformationen zur Geldflussrechnung

in 1 000 CHF

2022

2021

Nicht liquiditätswirksame Aufwendungen und Erträge

Bildung/Auflösung übrige Rückstellungen

6 355

25 306

Veränderung Pensionsguthaben/-verpflichtungen

260

1 357

Aktienbasierte Vergütung

2 278

5 049

Ergebnis assoziierte Unternehmen

– 1 263

1 060

Sonstige nicht liquiditätswirksame Effekte

4 172

– 1 918

Total nicht liquiditätswirksame Aufwendungen und Erträge

11 802

30 854

Veränderung Umlaufvermögen

Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

– 3 946

– 22 315

Veränderung Warenvorräte

– 44 770

– 62 704

Veränderung vertragliche Vermögenswerte Objektgeschäft

– 5 340

– 10 311

Veränderung übriges Umlaufvermögen

– 1 884

– 3 851

Total Veränderung Umlaufvermögen

– 55 940

– 99 181

Veränderung Fremdkapital

Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

– 36 642

47 335

Veränderung vertragliche Verbindlichkeiten

1 087

5 358

Verwendung übrige Rückstellungen

– 14 718

– 14 163

Veränderung übriges kurzfristiges Fremdkapital

– 11 208

9 232

Total Veränderung Fremdkapital

– 61 481

47 762

in 1 000 CHF

Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten

Stand 31.12.2020

 140 169 

Währungsdifferenzen

 – 413 

Veränderung Konsolidierungskreis

 4 859 

Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten

 68 385 

Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten

 – 73 542 

Nicht liquiditätswirksame Währungseinflüsse

 – 5 348 

Stand 31.12.2021

 134 110 

Währungsdifferenzen

 – 383 

Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten

 64 202 

Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten

 – 1 078 

Nicht liquiditätswirksame Währungseinflüsse

 – 5 413 

Stand 31.12.2022

 191 438 

in 1 000 CHF

Verbindlichkeiten aus Leasing

Stand 31.12.2020

 39 324 

Währungsdifferenzen

 – 673 

Veränderung Konsolidierungskreis

 571 

Aufnahme von Leasing

 10 447 

Zahlung von Leasing

 – 10 480 

Abgänge und Neubewertungen von Leasing

 – 12 671 

Umgliederung in Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten

 23 

Stand 31.12.2021

 26 542 

Währungsdifferenzen

 – 984 

Veränderung Konsolidierungskreis

 1 940 

Aufnahme von Leasing

 12 487 

Zahlung von Leasing

 – 8 218 

Abgänge und Neubewertungen von Leasing

 – 9 648 

Stand 31.12.2022

 22 119 

56. Aktienbasierte Vergütungen

Für die Konzernleitung und weitere Kadermitarbeitende besteht ein aktienbasierter Vergütungsplan. Im Rahmen dieses Plans erhalten die Konzernleitungsmitglieder 50% (Vorjahr: 50%) und die weiteren Kadermitarbeitenden zwischen 20% und 35% (Vorjahr: 20% und 35%) ihrer variablen Vergütung in Form von Aktien. Dieser durch Eigenkapitalinstrumente beglichene Teil der variablen Vergütung ist zum Fair Value angesetzt und wird als Erhöhung des Eigenkapitals erfasst. Die Ermittlung der Anzahl Aktien erfolgt auf Basis des volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurses von 20 Handelstagen abzüglich eines 20%igen Abschlags für die Sperrfrist. Diese zugeteilten Aktien weisen eine Sperrfrist von vier Jahren auf. Für die Mitglieder des Verwaltungsrats besteht ebenfalls ein aktienbasierter Vergütungsplan. Im Rahmen dieses Plans erhalten die Mitglieder ein Minimum von 50% ihres Honorars in Aktien. Dieser Plan weist die gleichen Merkmale auf wie derjenige für die Konzernleitung.

Die Konzernleitung und weitere Kadermitarbeitende erhielten 2022 für ihre 2021 geleisteten Tätigkeiten insgesamt 72 712 Aktien (Vorjahr: 75 255 Aktien) zum Fair Value von CHF 1.2 Mio. (Vorjahr: CHF 1.2 Mio.) resp. CHF 16.84 pro Aktie (Vorjahr: CHF 16.52) zugeteilt. Der CEO erhielt einen grösseren Teil seiner Basisvergütung für seine 2022 geleistete Tätigkeit in Form von Aktien. Es wurden ihm 60 000 Aktien (Vorjahr: 60 000 Aktien) zum Fair Value von CHF 1.3 Mio. (Vorjahr: CHF 0.9 Mio.) resp. CHF 21.17 pro Aktie (Vorjahr: CHF 15.00) zugeteilt. 2021 erhielt er zudem eine Sondervergütung in Form von 140 000 Aktien zum Fair Value von CHF 2.1 Mio. resp. CHF 15.24 pro Aktie. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für ihre vom 23.04.2021 bis zur Generalversammlung vom 22.04.2022 geleisteten Tätigkeiten insgesamt 31 372 Aktien (Vorjahr: 32 503 Aktien) zum Fair Value von CHF 0.5 Mio. (Vorjahr: CHF 0.5 Mio.) resp. CHF 16.84 pro Aktie (Vorjahr: CHF 16.52).

Der 2022 im Personalaufwand erfasste Aufwand für aktienbasierte Vergütungen betrug insgesamt CHF 2.2 Mio. (Vorjahr: CHF 4.8 Mio.).

57. Transaktionen mit nahestehenden Personen

Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung wurden mit folgenden Beträgen entschädigt:

in 1 000 CHF

2022

2021

Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen

2 168

3 867

Aktienbasierte Vergütungen

2 027

4 021

Pensionskassen- und Sozialleistungsbeiträge

595

905

Total

4 790

8 793

Die nach Schweizer Recht obligatorischen Detailangaben zu Organbezügen sind Bestandteil des Vergütungsberichts und sind in Punkt 9 offengelegt.

Im Lauf des Geschäftsjahres führten die Konzerngesellschaften die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen durch, resp. es bestehen folgende offenen Positionen aus dem Kauf oder Verkauf von Dienstleistungen und Gütern per Bilanzstichtag:

in 1 000 CHF

bezogene Dienstleistungen

Verkauf von Gütern

Kauf von Gütern

Bestand der Forderungen

Bestand der Verbindlichkeiten

2022

31.12.2022

Andere nahestehende Personen und Unternehmen

216

3 759

175

241

5

Total

216

3 759

175

241

5

in 1 000 CHF

bezogene Dienstleistungen

Verkauf von Gütern

Kauf von Gütern

Bestand der Forderungen

Bestand der Verbindlichkeiten

2021

31.12.2021

Andere nahestehende Personen und Unternehmen

2 876

32

18

31

Total

2 876

32

18

31

Beim Verkauf von Gütern 2022 handelt es sich fast ausschliesslich um zu Marktpreisen erworbene Arbonia-Produkte durch Gesellschaften, die im Besitz von Michael Pieper (nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats) sind, sowie um Gesellschaften, in denen ein nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats Mitglied des Verwaltungsrats ist. Beim Verkauf von Gütern 2021 handelte es sich fast ausschliesslich um zu Marktpreisen erworbene Arbonia-Produkte durch Gesellschaften, in denen ein nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats Mitglied des Verwaltungsrats war. Es bestehen keine Garantien und Bürgschaften per Bilanzstichtag. Es wurden keine Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen. Transaktionen und offene Positionen mit assoziierten Unternehmen sind in Anmerkung 35 erläutert.

Bedeutende Aktionäre sind im Anhang zur Jahresrechnung 2022 der Arbonia AG offengelegt.

58. Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

59. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung 2022 haben.

60. Konzerngesellschaften

Gesellschaftskapital in Mio.

Beteiligungsquote 2022

Beteiligungsquote 2021

Raumklima

Duschabtrennungen

Türen

Dienstleistungen

Division HLK

Arbonia Solutions AG

Arbon, CH

4.000

CHF

100%

100%

Prolux Solutions AG

Arbon, CH

1.000

CHF

100%

100%

Arbonia HVAC AG

Arbon, CH

0.250

CHF

100%

100%

Vasco Group NV

Dilsen-Stokkem, BE

32.500

EUR

100%

100%

Vasco BVBA

Dilsen-Stokkem, BE

20.029

EUR

100%

100%

Kermi s.r.o.

Stribro, CZ

195.000

CZK

100%

100%

PZP Heating a.s.

Dobre, CZ

7.200

CZK

100%

100%

Arbonia Riesa GmbH

Glaubitz, DE

0.614

EUR

100%

100%

Kermi GmbH

Plattling, DE

15.339

EUR

100%

100%

Vasco Group GmbH

Dortmund, DE

0.077

EUR

100%

100%

Tecnologia de Aislamientos y climatizacion, S.L.

Algete, ES

0.481

EUR

100%

100%

Cirelius S.A.

Avintes, PT

0.250

EUR

100%

Termovent Komerc d.o.o.

Belgrad, RS

0.064

RSD

100%

100%

Arbonia France Sàrl

Hagenbach, FR

0.600

EUR

100%

100%

Vasco Group Sarl

Nogent-sur-Marne, FR

2.000

EUR

100%

100%

Vasco Group Ltd

Horsham, GB

0.025

GBP

100%

100%

Sabiana S.p.A.

Corbetta, IT

4.060

EUR

100%

100%

Brugman Radiatorenfabriek BV

Tubbergen, NL

4.000

EUR

100%

100%

Vasco Group BV

Tubbergen, NL

9.518

EUR

100%

100%

Brugman Fabryka Grzejnikow Sp.z o.o.

Legnica, PL

20.000

PLN

100%

100%

Kermi Sp.z o.o.

Wroclaw, PL

0.900

PLN

100%

100%

Vasco Group Sp.z o.o.

Legnica, PL

0.500

PLN

100%

100%

AFG RUS

Moskau, RU

454.500

RUB

100%

100%

▲ Produktion / Verkauf

■ Handel

● Dienstleistungen / Finanzierungen

Gesellschaftskapital in Mio.

Beteiligungsquote 2022

Beteiligungsquote 2021

Raumklima

Duschabtrennungen

Türen

Dienstleistungen

Division Türen

Arbonia Doors AG

Arbon, CH

0.250

CHF

100%

100%

RWD Schlatter AG

Roggwil, CH

2.000

CHF

100%

100%

Bekon-Koralle AG

Dagmersellen, CH

1.000

CHF

100%

100%

Prüm-Türenwerk GmbH

Weinsheim, DE

3.500

EUR

100%

100%

Garant Türen- und Zargen GmbH

Amt Wachsenburg, DE

0.100

EUR

100%

100%

TPO Holz-Systeme GmbH

Leutershausen, DE

0.025

EUR

100%

100%

Joro Türen GmbH

Renchen, DE

0.125

EUR

100%

Arbonia Doors GmbH

Erfurt, DE

0.025

EUR

100%

100%

KIWI-KI GmbH

Berlin, DE

0.096

EUR

34%

25%

Koralle Sanitärprodukte GmbH

Vlotho, DE

2.070

EUR

100%

100%

Arbonia Glassysteme GmbH

Deggendorf, DE

1.278

EUR

100%

100%

Invado Sp.z o.o.

Ciasna, PL

20.000

PLN

100%

100%

Baduscho Dusch- und Badeeinrichtungen Produktions- und Vertriebsgesellschaft m.b.H

Margarethen am Moos, AT

0.036

EUR

100%

100%

Corporate Services

Arbonia AG

Arbon, CH

291.787

CHF

AFG International AG

Arbon, CH

1.000

CHF

100%

100%

Arbonia Schweiz AG

Arbon, CH

1.000

CHF

100%

100%

AFG Immobilien AG

Arbon, CH

12.000

CHF

100%

100%

Arbonia Management AG

Arbon, CH

0.250

CHF

100%

100%

Arbonia Services AG

Arbon, CH

0.250

CHF

100%

100%

AFG (Shanghai) Building Materials Co. Ltd.

Shanghai, CN

2.000

USD

100%

100%

Arbonia Deutschland GmbH

Plattling, DE

0.511

EUR

100%

100%

Skyfens Sp.z o.o.

Lublin, PL

13.005

PLN

100%

100%

▲ Produktion / Verkauf

■ Handel

● Dienstleistungen / Finanzierungen